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Eine komplett gebührenfreie Kreditkarte gibt es nicht
Gern wird in der Werbung dem Kunden suggeriert, dass eine Kreditkarte bei einem bestimmten Anbieter völlig gebührenfrei erhältlich ist. Gerade in Zeiten, in denen viele Verbraucher sehr darauf angewiesen sind, ihren schwer erarbeiteten Euro gleich zweimal umzudrehen, sind solche Angebote natürlich sehr verlockend. Der Luxus, mit einer Kreditkarte einzukaufen und dabei noch nicht einmal jährlich anfallende Gebühren zahlen zu müssen, ist sehr verlockend. Leider lässt sich hier aber sagen, dass Kreditkarten nicht aus humanitären Gründen von den Anbietern unter das Volk gestreut werden. Die Kreditkarte, die wie die berühmte Kamelle vom Karnevalswagen dem Verbraucher zugeworfen wird, ist und bleibt nur ein Traum, der allerdings - zugegeben - von den Anbietern sehr clever geschürt wird.



Bedenkt man, dass allein die Führung eines Kreditkartenkontos Kosten aufwirft, stellt sich schnell heraus, dass diese schließlich auch bezahlt werden müssen. Dass dies nicht von den Anbietern getan wird, ist auch eine klare Folgerung. Also muss sich doch irgendwo eine Möglichkeit finden, dass Anbieter auch an der Vergabe von vermeintlich gebührenfreien Kreditkarten verdienen. Tatsache ist, dass die Gebühren lediglich woanders versteckt werden - dem Kind wurde also nur ein anderer Name gegeben und die Gebühren auf anderem Wege vom Kunden erhoben. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, dass Kunden zur Eröffnung eines Girokontos in eine bestimmte niedergelassene Bank gelockt werden, indem bei entsprechendem Wechsel zu diesem Institut eine gebührenfrei Kreditkarte in Aussicht gestellt wird. Völlig klar ist dabei, dass nicht gerade die Banken mit den niedrigsten Kontoführungsgebühren als Sahnetupfen auf ihre ohnehin günstigen Konditionen noch eine Kreditkarte verschenken. Eher sind es die Banken, die hinter dieser Geschenkaktion ihre nicht unerheblichen Kontoführungsgebühren relativieren möchten.

Häufig ist es auch so, dass der Verfügungsrahmen für die gebührenfreie Kreditkarte sehr niedrig angesetzt wird. Einkaufsspaß wird dann durch Limitierungen begrenzt und die Überziehung des vorgegebenen Kreditrahmens geht dann wiederum richtig ins Geld. Abgesehen davon, dass eine Überziehung eines Kreditlimits nicht gerade förderlich für den Basisscore bei der Schufa ist. Wer also mit der gebührenfreien Kreditkarte in den Urlaub fährt, kann sich aufgrund niedriger Verfügungsrahmen häufig nicht einmal den Mietwagen leisten, für dessen Anmietung eine entsprechende Karte hinterlegt werden muss.

Ein weiterer Kostenfaktor bei der gebührenfreien Kreditkarte kann sich aus dem Zeitlimit ergeben, mit denen offene Kartenrechnungen beglichen werden. Schnell ergeben sich hier horrende Zinssätze, wenn der Inhaber versehentlich nicht rechtzeitig seinen Kreditrahmen auf der Karte wieder ausgleicht. Nicht selten erwarten die Anbieter der Kreditkarten dann Zinssätze von rund 19%, die eine Gebührenfreiheit der Kreditkarte sehr schnell wieder auffangen.

Wer mit der Kreditkarte zahlen möchte, muss sich einfach darüber im Klaren sein, dass gewisse Leistungen auch bestimmte Preise beinhalten. Ein Preisvergleich der Kreditkartenanbieter in Ehren, aber gebührenfrei und kostenlos das Plastikgeld zücken - das wird auch in Zukunft eher Traum als Realität sein.

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