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Eine Wohnung finanzieren durch Bausparen
Eine Wohnung über Bausparen finanzieren funktioniert prinzipiell ganz anders als über alle anderen Bankfinanzierungen z. B. Hypothekendarlehen. Dabei liegt die Betonung beim Bausparen auf "Sparen". Denn während die Finanzierung einer Wohnung über ein Hypothekendarlehen mit der Aufnahme des Darlehens beginnt, hat die Finanzierung einer Wohnung über Bausparen theoretisch bereits mit dem Beginn des Bausparens begonnen.



Der Beginn des Bausparens liegt in der Regel einige Jahre zurück. Denn bevor die Bausparfinanzierung beginnen kann, muss die Phase des Bausparens beendet werden. Es liegt an dem Konzept des Bausparens, welches die drei verbindlichen zeitlichen Phasen (Sparphase, Zuteilungsphase, Darlehensphase) zu durchlaufen hat. Kurzum - das Bausparen, das zwecks Finanzierung einer Wohnung initiiert wird, muss nach dem verbindlichen Zeitplan ablaufen, das heißt erst einsparen, dann finanzieren lassen. Im Idealfall muss somit die Finanzierung über Bausparen langfristig geplant werden.

Bausparen wird mit dem Abschluss eines Bausparvertrages initiiert. Dafür stehen dem Bausparer die Landesbausparkassen, die privaten Bausparkassen, mittlerweile auch andere Anbieter, wie Versicherungsgesellschaften und seit einiger Zeit selbst einige private Krankenversicherungen zur Verfügung. Jeder Anbieter hat seine eigenen Tarife, das Bausparen läuft dennoch bei allen Anbietern ausnahmslos nach dem gleichen Konzept. Für die Bausparsumme, die ihm durch den Bausparvertrag verbrieft wird, hat der Bausparer 40 % bzw. 50 % davon einzuzahlen (Mindestsparleistung) und zwar in monatlichen Sparraten (Regelsparbetrag) und innerhalb von einer bestimmten Zeitspanne (generell sieben Jahre). Erst nach Ablauf der Sparphase kann der Bausparer ein Bauspardarlehen erlangen. Allerdings, nur wenn er die vertraglich festgelegte Summe auch eingezahlt hat. Die so genannte Zuteilung wird durch Erreichen der so genannten Bewertungszahl erzielt, das heißt, wenn der Bausparvertrag zuteilungsreif geworden ist. Die Zuteilung erfolgt jedoch nicht automatisch und nicht sofort mit dem Erreichen der Bewertungszahl, die Auszahlung der Bausparsumme folglich auch nicht. Die so genannte Zuteilungsphase kann zudem unterschiedlich lange dauern. So kann es dazu kommen, dass ein Bausparer bis zur Zuteilung eine so genannte Zwischenfinanzierung, die meist teuer ist, in Anspruch nehmen muss. Erst nach der Zuteilung beginnt die Darlehensphase des Bausparvertrages. Diese ist bereits beim Abschluss des Bausparvertrages festgelegt, die Höhe der Tilgungsraten und die Dauer der Rückzahlung stehen fest. Sondertilgungen sind zudem bei einem Bausparvertrag in der Regel jederzeit willkommen und kostenfrei.

Die Finanzierung einer Wohnung über ein Bauspardarlehen hat für den Käufer den Vorteil, dass er den gesamten Verlauf des Bausparvertrages exakt kalkulieren kann, sowohl zeitlich als auch die Kosten, sowohl die Sparraten als auch die Rückzahlungsraten. Auch ein Käufer, der eine Bankfinanzierung in Anspruch nimmt, kann nicht 100 % finanzieren, er muss auch Eigenkapital einsetzen. Spart er dieses in einem mit dem Bausparvertrag vergleichbaren Banksparplan ein, kann er die Rendite, die beim Bausparen angeboten wird, nicht erzielen. Dieses geht aus entsprechenden Testuntersuchungen hervor. Erwähnt sei die staatliche Förderung der Bausparer über Wohnungsbauprämien bzw. Zulagen.

Ein Bausparvertrag kann auch zur späteren Umschuldung eines Bankdarlehens abgeschlossen werden.

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