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Einen Schufa Eintrag löschen lassen
Schufa Einträge werden mittlerweile nicht mehr nur bei Bankgeschäften, sondern bei einer Vielzahl von Geschäften angefordert, etwa bei Ratenkäufen oder dem Abschluss eines Telefondienstvertrages. Auch immer mehr Vermieter verlangen vor dem Vertragsabschluss die Vorlage einer Schufa Auskunft. Diese Praxis kann, insbesondere für Personen, die aufgrund eines Fehlverhaltens in der Vergangenheit einen negativen Schufa Score haben, dramatische Folgen haben. Dies geht bisweilen sogar so weit, dass bestimmte Personengruppen aufgrund eines negativen Schufa Eintrages oder Scorings keine Handyverträge erhalten. Umso wichtiger ist die Möglichkeit falsche oder veraltete Informationen aus seiner Datei löschen zu lassen.



Ist beabsichtigt einen Schufaeintrag löschen zu lassen sind zuerst zwei verschiedene Arten der Löschung zu unterscheiden. Zuerst löscht die Schufa bestimmte Daten nach einem gewissen Zeitraum von sich aus. Die Grundlage dieser Löschung liegt dabei zum einen in den zahlreichen gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz und bei der Aufbewahrung personenbezogener Daten und zum anderen in dem naturgegebenen Interesse der Schufa Vertragspartner, die Daten eines potentiellen Kunden möglichst lang einzusehen, um eine entsprechend umfassende Überprüfung zu gewährleisten. Darüber hinaus berücksichtigt die Schufa nach eigenen Angaben auch die Interessen der Verbraucher und löscht negative Angaben nach einer bestimmten Zeit. Dementsprechend werden etwa Angaben zu Giro- und Kreditkonten drei Jahre nach der Kontoauflösung oder der Mitteilung der Auflösung gelöscht. Ebenfalls nach drei Jahren ab dem Jahr der Rückzahlung werden auch Angaben über Kredite oder nicht vertragsgemäß erfüllte Geschäfte gelöscht. Titulierte Forderungen, also solche die entweder aufgrund eines gerichtlichen Urteils oder einer notariellen Urkunde sofort vollstreckbar sind, bleiben hingegen schon alleine von Rechtswegen bis zur Erfüllung der Forderung gespeichert. Von diesem Zeitpunkt der Erledigung an bleiben die Angaben noch weitere drei Jahre gespeichert. Informationen, die die Schufa aus den Schuldnerverzeichnissen der zuständigen Amtsgerichte erhält werden auf Anfrage des Gerichts unverzüglich gelöscht, mindestens aber drei Jahre nach Einzug.

Grundsätzlich werden also die meisten Einträge nach drei Jahren gelöscht. Etwas anderes gilt etwa bei Angaben über Insolvenzmerkmale. Hierzu will sich die Schufa nicht verbindlich äußern. Darüber hinaus kann der Verbraucher aber auch die Änderung eines Eintrages bei der Schufa anzeigen. Dies geschieht nach Angaben der Schufa kostenlos und umgehend. Eine solche Änderung ist aber nur bei Angaben möglich, die entweder unvollständig, unzutreffend oder nicht mehr aktuell sind. Ob dies der Fall ist, muss der Verbraucher durch die Darlegung von Dokumenten wie Quittungen oder Rechnungen beweisen. Diese sollten also dem Antrag auf Löschung oder Berichtigung, welcher per Fax, Brief oder in einer Verbraucherservicestelle der Schufa erfolgen kann, in Kopie beigelegt werden. Daraufhin bemüht sich die Schufa zur Klärung des Sachverhalts. Bis dies vollständig geschehen ist, bleibt der Eintrag bestehen. Im Zweifel kann sich diese Bearbeitungszeit auch durchaus ziehen, da die Schufa auch nach eigenen Angaben Vertragspartner kontaktiert um die Richtigkeit der behaupteten Angaben verifizieren zu können.

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