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Einfluss der Kapitalmarktzinsen auf Rendite der Lebensversicherung
Wer eine Lebensversicherung abschließt, der erhofft sich nicht nur eine sichere Verzinsung während der gesamten Vertragslaufzeit, sondern hofft zusätzlich auf eine gute Überschussbeteiligung. Denn durch diese Überschussbeteiligung lassen sich vermeintlich geringe Renditen deutlich erhöhen. Insbesondere in Zeiten der niedrigen Kapitalmarktzinsen senken Lebensversicherungen den Garantiezins. Dadurch ist in Zeiten des niedrigen Zinsniveaus zumindest der Neuabschluss einer Lebensversicherung für viele Anleger nicht mehr sonderlich attraktiv. Jedoch versprechen sich viele Anleger immer noch hohe Überschussbeteiligungen, durch welche sich die Rendite anheben lässt.



Wie hoch die Überschussbeteiligung bei Lebensversicherungen und somit die Rendite ausfällt, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Kapitalmarktzinsen ab. Denn wenn das Zinsniveau an den Kapitalmärkten niedrig ist, dann können auch die Lebensversicherungen das Kapital aus den Versicherungsverträgen nicht mehr so renditestark anlegen. Anders verhält sich das jedoch mit steigenden Kapitalmarktzinsen. Deshalb kann zu Beginn der Vertragslaufzeit nie genau gesagt werden, wie hoch die Rendite aus der Lebensversicherung letztendlich ausfallen wird. Zumal die Vertragslaufzeiten bei Lebensversicherungen häufig sehr lange gewählt werden, wodurch Phasen mit unterschiedlichem Zinsniveau anstehen. Lediglich die Rendite aus dem Garantiezins ist für den Versicherten gesichert. Selbst dann, wenn die Kapitalmarktzinsen ein noch niedrigeres Niveau als bei Vertragsabschluss erreichen, kann die Versicherung den Garantiezins nicht mehr nachträglich senken. Somit ist es durchaus sinnvoll, eine Lebensversicherung in Zeiten hoher Zinsen abzuschließen, denn dadurch sichert sich der Versicherte die Zinsen nicht nur für eine bestimmte Zeit, sondern für die gesamte Vertragslaufzeit.

Und diese liegt nicht selten bei einigen Jahrzehnten, denn die Versicherung kann in der Regel bis zum 60./65. Lebensjahr gewählt werden. Je früher der Abschluss erfolgt, desto längere Laufzeiten sind somit möglich. Durch die zusätzliche Überschussbeteiligung, die den Versicherten erwartet, kann sich die Kapitalanlage aber selbst dann, wenn ein niedriger Garantiezins vereinbart wurde, noch positiv und renditestark entwickeln. Und das ist keine freiwillige Leistung der Lebensversicherung, sondern die Versicherung ist verpflichtet, den Versicherten die Überschüsse, zumindest bis zu einem bestimmten Prozentsatz, auszuzahlen. Allerdings hängt die Höhe der erwirtschafteten Überschussbeteiligung nicht nur von der Entwicklung der Kapitalmarktzinsen ab, sondern auch Kostengewinne, die durch eine rationale Verwaltung des Versicherungsunternehmens erzielt werden können sowie Sterblichkeitsgewinne haben Einfluss auf die Überschüsse.

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