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Einmalig oder monatlich Geld anlegen? Vor- und Nachteile
Das Streben nach materiellem Wohlstand ist den meisten Menschen ebenso zu eigen wie jenes nach individueller Verwirklichung oder persönlicher Gesundheit. In den letzten Jahren kommt aber mehr und mehr ein weiterer Aspekt hinzu: Das Erlangen eines gewissen, finanziellen Wohlstandes, und sei es nur der Aufbau eines geringen, finanziellen Polsters, ist heutzutage schlicht notwendig geworden, hat doch der Staat sein Engagement aus nahezu allen Bereichen der sozialen Absicherung immer weiter zurückgeschraubt.



Egal ob man nun arbeitslos wird, in die Erwerbsunfähigkeit gerät, oder schlicht seine prognostizierte, staatliche Rente einmal genauer betrachtet, überall wird einem klar, dass man es ohne private Vorsorge ziemlich schwer haben wird. Die Frage, ob es sinnvoll ist, ein privates Vermögen aufzubauen, ist also eindeutig mit "ja" zu beantworten, die Antwort auf die Frage, wie man diesen Aufbau am effektivsten und schnellsten betreibt, ist jedoch wesentlich komplexer.

Schon bevor man sich Gedanken über die Auswahl der richtigen Geldanlage macht, ist es wichtig, zu entscheiden, ob man sein Geld lieber in einer Summe investiert (sofern das überhaupt möglich ist), oder ob man besser eine monatliche Zahlung vorziehen sollte. Beide Anlagearten haben ihre Vor-, aber auch ihre Nachteile.

Beginnen wir einmal mit der Betrachtung der ratierlichen Anlagen: Wer sein Geld ratierlich einzahlt, der kann, sofern seine Anlageform Kursschwankungen unterworfen ist, von dem so genannten "Cost Average Effekt" profitieren. Dieser Effekt bedeutet, dass man in niedrigen Kurszeiten, weil man ja stets den selben Betrag investiert, mehr Anteile an der Anlageform kauft, als in hohen Kurszeiten. Steigt der Kurs wieder, profitiert man als wesentlich stärker von dieser Erholung als wenn man immer die selbe Menge Anteile an der Geldanlage gekauft hätte. Besonders stark kommt der Cost Average Effekt bei Fondsanlagen zum Tragen.

Neben den Cost Average Effekt haben regelmäßige Investitionen aber auch noch weiterer, sehr profane, Vorteile. So ist es zum Beispiel für die meisten Menschen wesentlich angenehmer, eine monatliche Belastung zu haben, also einmalig eine gewisse Summe aufbringen zu müssen. Die monatliche Belastung kann man sich ins Haushaltsbudget einplanen, eine einmalige Summe muss man jedoch überhaupt erst einmal haben, bevor man sie investieren kann.

Wer jedoch in der Lage ist, eine einmalige Summe zu investieren, der kann sich im Umkehrschluss darüber freuen, dass er keine monatliche Belastung tragen muss. Auch profitiert ein Anleger mit einer einmaligen Anlagesumme wesentlich stärker von dem so genannten Zinseszinseffekt, seine Gewinne steigen also, steigende Kurse vorausgesetzt, exponentiell und nicht nur linear. Wer zum Beispiel im Jahre 1965 die Voraussicht besessen hätte, sein Geld in die Hände von Warren Buffet, dem weltweit bekanntesten Börsenguru, zu legen, der hätte aus 1000 Dollar mittlerweile rund 65 Millionen Dollar gemacht - nur ein Beispiel für den beschriebenen Effekt.

Ob die eigene Präferenz nun in der ratierlichen oder der einmaligen Anlage von Beträgen liegt, muss jeder Anleger selber herausfinden, denn die Entscheidung hängt im wesentlichen von der persönlichen Situation ab.

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