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Einsparpotential bei der Steuerprogression lokalisieren
Das Steuersystem beinhaltet hierzulande unter anderem die sogenannte Steuerprogression. Durch die Steuerprogression steigt der effektive Steuersatz mit ebenfalls steigendem Einkommen an, und zwar bis der Spitzensteuersatz erreicht ist. In den unteren Einkommensklassen steigt die Steuerprogression schneller an, als es dann später in den oberen Einkommensklassen der Fall ist. Die Abstände von der einen zur nächsten Progressionsstufe werden also in den oberen Einkommensklassen größer.



Grundsätzlich wird durch die Progression aber erreicht, dass diejenigen Bürger auch verhältnismäßig mehr Steuern zahlen, die ein höheres Einkommen erzielen, und zwar nicht nur in absoluten Zahlen. Wer zum Beispiel ein Einkommen von 15.000 Euro hat, wird beispielsweise (keine exakten Prozentsätze) mit einem Steuersatz von zehn Prozent versteuert, während für ein Einkommen von beispielsweise 25.000 Euro dann 15 Prozent als Steuersatz angesetzt werden. Der „Mehrverdiener“ zahlt also nicht nur aufgrund seines höheren Einkommens mehr Steuern, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass er sich in einer höheren Progressionsstufe befindet. Auf der Grundlage dieses „Stufensystems“ versuchen viele Bürger natürlich, das „Hochrutschen“ in die nächste Progressionsstufe zu vermeiden, indem sie legale Einsparpotenziale lokalisieren und dann auch nutzen können. In erster Linie geht es bei der Nutzung von Einsparpotenzialen darum, das zu versteuernde Einkommen so gering wie möglich zu halten. Das ist für Arbeitnehmer zum Beispiel möglich, indem die Steuerpflichtigen Fahrtkosten als Werbungskosten angeben und so das zu versteuernde Einkommen reduzieren.

Auch viele weitere Aufwendungen, die man als Werbungskosten angeben kann, reduzieren das zu versteuernde Einkommen. Mitunter kann es hier durchaus auf wenige Euro ankommen, sodass man wirklich alle Ausgaben auch angeben sollte, die vom Finanzamt anerkannt werden. Denn selbst wenn man bei den Werbungskosten zum Beispiel eine Spende über nur 15 Euro angibt, so können diese 15 Euro vielleicht dazu führen, dass man mit seinem zu versteuernden Einkommen nicht die nächste Progressionsstufe erreicht, sodass der effektive Steuersatz nicht höher wird. Aber nicht nur im Bereich der Werbungskosten kann dieses Einsparpotenzial genutzt werden, sondern häufig sind auch verschiedene Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzbar. Auch diese Aufwendungen führen dazu, dass das später zu versteuernde Einkommen sich reduziert und kein Schritt in die nächsthöhere Steuerprogression erfolgen muss.

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