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Erfolgreich spekulieren mit Indexzertifikaten
Neben Optionen, Futures und einigen weiteren Produkten sind auch die Zertifikate in den Bereich der Derivate einzuordnen. Es gibt verschiedene Varianten in diesem Produktbereich, wie zum Beispiel Bonuszertifikate, Garantiezertifikate oder Discountzertifikate. Eine weitere Variante stellen auch die sogenannten Indexzertifikate dar. Doch wie genau funktionieren Zertifikate eigentlich und welche Besonderheiten sind bei einem Indexzertifikat zu beachten? Zunächst einmal funktionieren fast alle Zertifikate nach einem identischen Grundprinzip. Und zwar besteht das Prinzip darin, dass jedes Zertifikat sich auf einen Wert bezieht, der auch als Basiswert bezeichnet wird. In der Regel sind die Basiswerte Aktien, Rohstoffe oder Devisen.



Der Käufer eines Zertifikates kann nun beispielsweise durch den Kauf darauf spekulieren, dass der Deutsche Aktienindex in den nächsten Wochen oder Monaten ansteigen wird. Das Zertifikat stellt den Basiswert dabei stets in einem bestimmten Verhältnis dar, zum Beispiel 1:100. Es gibt sowohl Zertifikate mit einer begrenzten Laufzeit als auch Zertifikate, die keine im Voraus festgelegte Fälligkeit haben. Diese Varianten werden auch als Endlos-Zertifikate bezeichnet. Die Indexzertifikate zeichnen sich von der Struktur her dadurch aus, dass der Basiswert stets ein bestimmter Index ist. Das kann sowohl ein Branchenindex als auch ein „globaler“ Index sein. Viele Indexzertifikate haben zum Beispiel den Deutschen Aktienindex (DAX) oder auch den amerikanischen Dow-Jones-Index als Basis. Durch den Kauf eines solchen Indexzertifikates kann der Anleger zum Beispiel darauf spekulieren, dass der DAX in der nächsten Zeit steigen wird. Tritt diese „Vorhersage“ ein, so erzielt der Anleger eine Rendite. Fällt der DAX jedoch, müssen auch Verluste in Kauf genommen werden. Einen Vorteil sehen viele Anleger beim Indexzertifikat in der breiten Diversifikation.

Es wird nicht nur in eine Aktie investiert, was stets ein größeres Risiko beinhaltet, sondern das Risiko ist zum Beispiel bei DAX-Indexzertifikaten auf 30 verschiedene Aktienwerte (die DAX-Aktien) verstreut. Durch das feste Verhältnis zum Basiswert, also zum Beispiel zum DAX, kann der Anleger beim Indexzertifikat genau „ablesen“, wie sich sein Gewinn oder Verlust entwickelt. Wichtig ist zu wissen, dass beim Indexzertifikat stets ein Emittentenrisiko vorhanden ist. Denn für den Emittenten des Zertifikates, also für die jeweilige Bank, stellt dieses Produkt eine Schuldverschreibung dar. Der Kunde wird also Gläubiger und müsste bei einer etwaigen Insolvenz des Emittenten eventuell auf sein Kapital verzichten. Wer dieses Emittentenrisiko nicht eingehen möchte, der könnte sich alternativ zum Beispiel für Indexfonds entscheiden, die nach einem ganz ähnlichen Prinzip funktionieren. Grundsätzlich gibt es bei den Indexzertifikaten zwei Arten, nämlich die Zertifikate, die auf einem Performance-Index basieren und die Zertifikate, die einen Kursindex als Grundlage haben. Bei einem Performance-Index, wie es beispielsweise der Deutsche Aktienindex ist, werden die Dividendenzahlungen der enthaltenen Aktiengesellschaften mit einbezogen, beim Kursindex hingegen nicht.

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