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Faktoren die in die Zinsberechnung von Darlehen einfließen
Die Zinsberechnung gehört mittlerweile wohl zu den kompliziertesten Bereichen des Bankwesens. Zurückzuführen ist dieser Umstand wohl in besonderem Maße auf die verschiedenen Faktoren, die insgesamt in die Zinsberechnung eines Darlehens einfließen. So sind diese nicht nur zahlreich, sondern auch völlig heterogen, da aus verschiedenen Bereichen des wirtschaftlichen Lebens sowie unterschiedlichen Erwägungen und Theorien stammend. Insofern kann eine Erklärung der verschiedenen, für die Zinsberechnung relevanten Umstände schwer fallen. So lassen sich diese zunächst in zwei große, übergeordnet systematische Bereiche unterteilen.



Der erste Bereich kann untechnisch als volkswirtschaftliche Einflüsse auf die Zinsberechnung formuliert werden. Hier spielt natürlich zuerst der Leitzins der Zentralbanken eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich vereinfacht formuliert um den Zinssatz, zu dem sich die so genannten Geschäftsbanken, also die Banken im gewöhnlichen, umgangssprachlichen Sinne, Geld bei der Zentralbank leihen können. Benutzt werden diese Leitzinsen vorrangig zur Steuerung der Finanzpolitik durch die Zentralbanken, etwa in Hinsicht der Vermeidung einer übermäßigen Inflation oder zur Stabilität des Finanzmarktes. Als solches ist ihre finanzielle Wirkung zunächst abstrakt, sie hat aber auch ganz konkrete Auswirkungen auf die Zinsberechnung: ist der Leitzins höher, müssen die Banken selber einen entsprechend hohen Zins zahlen. Damit haben sie natürlich auch höhere Kosten, die wiederum durch einen höheren Darlehenszins ausgeglichen werden. Insgesamt lässt sich also formulieren: Je höher der Leitzins der Zentralbanken, desto höher ist auch der Zins eines Darlehens.

In diesen Punkt der volkswirtschaftlichen Einflüsse lassen sich auch weitere, durchaus diffuse Faktoren subsumieren. Dies gilt zum Beispiel für die allgemeine volkswirtschaftliche Lage. Ist zum Beispiel der Zustand der Finanzmärkte unsicher und die Lage der Banken schlecht, sind die Zinsen naturgemäß höher.

Daneben fließen in einem weiteren Bereich aber auch reine betriebswirtschaftliche Ideen in die Zinsberechnung des Darlehens ein. Eine wichtige Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang vor allem der Bonität des Darlehensnehmers zu. Diese wird durch eine umfassende Prüfung der Sicherheiten des Darlehensnehmers, also etwa des Schufa Eintrags, des entsprechenden Gehalts, Grundbesitz und alle anderen Umstände, die die Zahlung des Darlehens absichern können, ermittelt. Dabei macht sich die Bonität des Darlehensnehmers durchaus in der Zinsberechnung bemerkbar. Desto höher diese Sicherheiten sind, desto geringer sind auch die Kosten für Zinsen. Dies ist auch nur logisch, schließen müssen die Banken eventuell auftretende Risiken durch eine entsprechend höhere Zinszahlung ausgleichen. Dies führt etwa dazu, dass mit Grundbesitz gesicherte Darlehen in der Regel die günstigsten Zinsen aufweisen.

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