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Festgeld Angebote werden teilweise weniger hoch verzinst wie Tagesgeld
Oft ist der Kunde verwundert, wenn er erfährt, dass die Bank ihm für Festgeld niedrigere Zinsen anbietet als für Tagesgeld. Schließlich kann das Kreditinstitut doch viel länger mit dem Geld planen, wird es als Festgeld und nicht als täglich verfügbares Tagesgeld angelegt. Tatsächlich sind die Zinsen von Tagesgeld häufig mit denen von Festgeld vergleichbar. Woran liegt das?



Tagesgeld wird zumeist für kurze Zeiträume von bis zu einem Jahr angelegt. Festgeld hingegen kann man für Anlagezeiträume ab einem Monat, in der Regel aber für ein oder zwei Jahre bis hin zu manchmal zehn Jahren anlegen. Da immer mehr Direktbanken im Internet um neue Kunden buhlen, für die dies die einzige Möglichkeit ist, Werbung zu machen, schwanken die Zinsangebote für Tagesgeld und Festgeld erheblich. Direktbanken versuchen über attraktive Tagesgeldkonten Neukunden für sich zu gewinnen. Diese werden als normale Girokonten geführt, bringen aber deutlich höhere Zinserträge. Der Kunde soll mit diesen attraktiven Konditionen dazu bewegt werden, seine Bank zu wechseln. Daher sind Tagesgeldzinsen oft überproportional hoch.

Bei Anlagen von bis zu einem Jahr können die Banken sehr genau kalkulieren. Sie wissen, mit welchen Leitzinsen sie rechnen müssen und können daher sehr genau ihre Zinssätze berechnen. Dabei macht es keinen großen Unterschied, ob der Kunde sein Geld für 12 Monate als Tagesgeld mit täglicher Verfügbarkeit oder aber als Festgeld mit eventuell einem Viertelpunkt mehr Zinsen anlegt. In der Regel muss der Kunde für die höhere Flexibilität beim Tagesgeld zahlen und erhält deshalb etwas niedrigere Zinsen. Vergleicht der Anleger aber die Zinsangebote verschiedener Banken, so kann es durchaus sein, dass ein Tagesgeldangebot über dem eines Festgeldes liegt. Dann sollte er zugreifen. Beim Tagesgeld gibt es nämlich in der Regel anders als beim Festgeld keine Mindestanlagesumme. Zudem kann der Anleger täglich an sein Geld. Dennoch eignen sich Tagesgelder nicht zur längerfristigen Geldanlage. Höhere Zinsen sind oft zeitlich befristet. Legt man also für etwa ein Jahr oder länger Geld an, so sollte man eher die Festgeldangebote miteinander vergleichen. In der Regel sind die Zinserträge bei Festgeld dann höher.

Tagesgeldzinsen werden zudem häufig neu angepasst. Es kann also sein, dass eine durchaus attraktive Verzinsung auf einem Tagesgeldkonto nach bereits sechs Monaten deutlich niedriger liegt als die fest vereinbarte Verzinsung beim Festgeld. Bei der Festgeldanlage gilt der vereinbarte Zinssatz für die gesamte Laufzeit. Beim Tagesgeld hingegen erfolgen häufig bis zu drei- oder viermal im Jahr Anpassungen von Seiten der Kreditinstitute. Da sich diese Zinsanpassungen nicht im Vorfeld kalkulieren lassen, lohnen sich höhere Tagesgeldzinsen tatsächlich nur bei kurzfristigen Geldanlagen.

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