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Festgeld in der Schweiz mit höheren Zinsen als in Deutschland
Es gibt viele Gründe zum Sparen und noch mehr Möglichkeiten Geld anzulegen. Eine Form der Kapitalanlage ist Festgeld, das für eine festgeschriebene Laufzeit zwischen einem Monat und fünf Jahren eingezahlt wird. Die Höhe des zu erwartenden Zinsertrages ist dem Anleger dabei für den gesamten Zeitraum vorher bekannt. Deshalb ist diese Anlageform besonders in Zeiten hoher Geldmarktzinsen empfehlenswert, während die Laufzeit andernfalls eher kürzer gewählt werden sollte. Außerdem ist auf diese Weise einmal fest gelegtes Geld nur unter großen Verlusten vor Ende der Laufzeit verfügbar.



Die Schweiz zählt traditionell zu den beliebtesten Staaten für eine Kapitalanlage. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von der Angst vor den deutschen Steuerbehörden bis hin zur besseren Verzinsung oder Währungsspekulationen. In jedem Falle aber wird in der Schweiz Festgeld besser verzinst als kurzfristig verfügbares Tagesgeld oder das Geld auf einem konservativen Sparbuch bzw. dem normalen Girokonto. Bei einer Festgeldanlage in der Schweiz sind Guthabenverzinsungen für Festgeld von bis zu 8% keine Seltenheit.

Doch nicht nur die Festgeld Zinsen in der Schweiz liegen höher als hierzulande, auch die Besteuerung erfolgt nach den einheimischen Gegebenheiten, so dass automatisch eine Quellensteuer abgeführt werden muss. In der Schweiz wird diese auch als Verrechnungssteuer bezeichnet, wobei 2/3 dieses Aufkommens anonym an die deutschen Behörden weitergeleitet wird. Ab 2011 wird die Verrechnungssteuer jedoch schon bei 35% der Kapitaleinkünfte liegen, während in Deutschland lediglich 25% Abgeltungssteuer auf Zinseinkünfte aus Kapitalvermögen anfallen würden. Eine Rückerstattung der Differenz durch das deutsche Finanzamt ist zwar möglich aber nicht unproblematisch, weil sie neuerdings erst beantragt werden muss.

Um das Geld jedoch am deutschen Fiskus vorbei in die Schweiz zu transferieren, sollten Anleger darüber informiert sein, dass Postsendungen in die Schweiz stichprobenartig kontrolliert werden, sämtliche Bargeldbeträge über 15.000 Euro an der Grenze meldepflichtig sind und Transaktionen von einer deutschen Bank ins Ausland von den Steuerbehörden ebenso nachvollziehbar bleiben. Des Weiteren sollten Anleger neben den zusätzlichen Zinseinnahmen das Währungsrisiko im Auge behalten. Da die Schweiz kein Mitglied der Europäischen Union ist, gilt der Euro hier nicht. Damit kommt bei einer jeden Festgeldanlage in der Schweiz ein Währungsrisiko zum Tragen.

Die sprichwörtliche Sicherheit der Schweizer Banken dagegen ist Anlegern nach wie vor garantiert, weil sich die eidgenössischen Banken durch einen Einlagensicherungsfonds, gegen Ausfälle abgesichert haben.

Kapitalanleger, die sich für eine Festgeldanlage in der Schweiz entscheiden, profitieren derzeit einerseits von besseren Zinsen in der Schweiz gegenüber Deutschland, einer sicheren Geldanlage und meistens dem Schutz vor dem neugierigen deutschen Fiskus. Andererseits liegen die Steuersätze sogar noch über der deutschen Abgeltungssteuer und ein Währungsrisiko bleibt schließlich ebenfalls.

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