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Finanzierung von Immobilien mit einem Annuitätendarlehen
Wer eine Immobilie finanzieren möchte, erhält im Rahmen von Baufinanzierungsangeboten in der Regel ein Annuitätendarlehen, ggf. kombiniert mit Bauspardarlehen oder variabel verzinslichen Darlehen angeboten. In jedem Fall ist aber das Annuitätendarlehen die wichtigste Darlehensart im Bereich der Immobilienfinanzierung. Dieses Darlehen zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es über eine feste und über die Zeit der Zinsbindung konstante Rate sowie einen konstanten Zins verfügt. Diese Zinsbindung wird üblicherweise für Laufzeiten zwischen fünf bis zehn Jahren vereinbart, in Einzelfällen, gerade bei den derzeit niedrigen Zinsen, können Kreditnehmer ihr Annuitätendarlehen auch bis zu 30 Jahre festschreiben lassen.



Eine lange Zinsbindung hat den Vorteil, dass der Kreditnehmer Planungssicherheit genießt, denn so kann sich auch die Rate nicht verändern. Die Rate des Darlehens wird Annuität bezeichnet und beinhaltet neben der Zinszahlung auch die Zahlung von Tilgungsleistungen. Letztere werden bereits bei Darlehensabschluss zwischen Bank und Kreditnehmer vereinbart. Hierbei kann natürlich nur der anfängliche Tilgungssatz abgesprochen werden, denn dieser ändert sich im Laufe des Darlehens.

Üblich für Annuitätendarlehen sind anfängliche Tilgungsraten zwischen ein und fünf Prozent. Diese werden immer von Nominalbetrag des Darlehens gerechnet. Hierbei gilt natürlich, dass je höher die Tilgungsrate, desto geringer die Gesamtlaufzeit und somit auch die Gesamtbelastung des Darlehens. Bei einem Tilgungssatz von einem Prozent beispielsweise müssen Kreditnehmer mit Laufzeiten von 35 Jahren rechnen. Bereits bei einem Tilgungssatz von drei Prozent verringert sich diese auf nur noch ca. 20 Jahre. Mit jeder Zahlung einer Darlehensrate wird somit ein Teil des Darlehens getilgt, wodurch die Zinsbelastung sinkt. Somit enthält die Annuität im Laufe der Darlehenslaufzeit einen immer größeren Tilgungsanteil, der dann mit der Zahlung der letzten Rate auf nahezu 100% ansteigt.

Um die Höhe der Ratenbelastung durch Annuitätendarlehen berechnen zu können, wird also sowohl der Zins wie auch der anfängliche Tilgungssatz herangezogen. Bei einem Darlehen von beispielsweise 100.000 Euro, einem Zins von 5% sowie einer Tilgungsrate von 1% werden insgesamt 6% vom Kreditnehmer fällig. Dies entspricht einer monatlichen Rate von 500 Euro. Einfach und schnell lässt sich die Belastung für Kreditnehmer, die ein Annuitätendarlehen aufnehmen wollen, auch im Internet anhand verschiedener Online-Rechner ermitteln. Einige von ihnen bieten sogar die Möglichkeit, geplante Sondertilgungen einfließen zu lassen und erstellen so einen detaillierten Tilgungsplan.

Werden Annuitätendarlehen für die Immobilienfinanzierung genutzt, werden sie grundsätzlich durch die Eintragung einer Grundschuld ins Grundbuch abgesichert. Hierbei sollte der Darlehensbetrag 80% des Objektwertes nicht überschreiten, besser ist es sogar, wenn der Darlehensbetrag bei maximal 60% des Verkehrswertes liegt. Dann sprechen die Banken nämlich von erstrangigen Darlehen und bieten den Kreditnehmern deutlich geringere Zinssätze. Wer im Internet die Konditionen der Banken vergleicht, findet in der Regel auch immer nur die Zinssätze für erstrangige Darlehen, die Aufschläge für höhere Darlehenssummen werden von den Banken individuell festgesetzt, sie richten sich zudem nach der Bonität des Kreditnehmers.

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