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Für wen ist eine Geldanlage in Österreich interessant?
Grundsätzlich ist natürlich jeder Anleger bestrebt, die für ihn beste Geldanlage zu finden. Dabei spielen zumeist die Kriterien Sicherheit, Rentabilität, Verfügbarkeit und auch steuerliche Gesichtspunkte die größte Rolle bei der Anlageentscheidung. Nicht immer kann man als Anleger im Inland die besten Produkte finden, sondern erhält im Ausland bessere und passender Angebote für die jeweiligen Anlagevorstellungen. So ist zum Beispiel für einige Anleger auch die Geldanlage im Nachbarland Österreich sehr interessant.



Viele Anleger hoffen sicherlich bei einer Anlage im Ausland auf höhere Zinsen im festverzinslichen Bereich, zum Beispiel in Form eines Tages- oder Festgeldes. Diese Hoffnung wird sich momentan bei einer Anlage in Österreich nicht erfüllen. Während in Deutschland zumindest hin- und wieder beim Tagesgeldzinssatz die fünf Prozent Marke "getestet" wird, liegt der maximale Zinssatz in Österreich im Grunde nie höher als 4,50 Prozent. Für den Bereich der festverzinslichen Anlagen ist Österreich im Hinblick auf den Effektivzins also weniger zu empfehlen.

Dennoch bieten andere Anlagebereiche in Österreich bessere Möglichkeiten als zur Zeit in Deutschland. So hat sich beispielsweise der Aktienmarkt in der letzten Zeit in Österreich deutlich besser entwickelt, als es der DAX in Deutschland vollzogen hat. Eine Aktienanlage in österreichische Standardwerte kann also für den deutschen Anleger durchaus interessant sein.

Auch in steuerlicher Hinsicht hat der Anleger in Österreich unter Umständen einen gewissen Vorteil. Zwar werden dort die Kapitalerträge wie in Deutschland ab dem Jahre 2009 mit der einheitlichen Abgeltungssteuer von 25 Prozent besteuert, allerdings bleiben in Österreich im Gegensatz zu Deutschland Kursgewinne weiterhin steuerfrei, wenn zwischen Kauf- und Verkaufsdatum mehr als ein Jahr liegt. Die Spekulationssteuer gilt also in Österreich weiterhin, während ab 2009 in Deutschland alle Kursgewinne pauschal besteuert werden. Somit kann ein deutscher Anleger, der beispielsweise ein Depot bei einem Online-Anbieter in Österreich eröffnet, auch weiterhin dort seine Kursgewinne nach einem Jahr Mindesthaltedauer steuerfrei bekommen.

Allerdings gibt es auch hier einen "Haken": Die deutschen Finanzbehörden haben zwar keine direkte Verbindung zu den österreichischen Banken, allerdings muss der steuerehrliche Kunde seine Gewinne in Österreich natürlich in Deutschland angeben, sodass ab 2009 auch dieses Spekulationsgewinne dann in Deutschland versteuert werden müssen.

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