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Für wen lohnt sich Riester nicht
Die staatlich geförderte Riester Rente wurde seit ihrer Einführung 2002 stark beworben. Sie bietet eine zusätzliche Rente, die die gesetzliche Rente ergänzen soll, die nicht mehr ausreicht, um den Lebensstandard künftiger Rentnergenerationen zu sichern. Allerdings ist gerade in den letzten Monaten klar geworden, dass sich "riestern" nicht für jeden lohnt.



Wer als Arbeitnehmer einen Teil seines Gehaltes umwandeln lässt in eine Riester Rente, braucht auf diese Beträge weder Steuern noch Sozialabgaben zu zahlen. Dazu kommen noch staatliche Zulagen. Bei Einzelpersonen sind es jährlich EUR 154,00, bei Verheirateten EUR 308,00. Für jedes Kind erhält man zusätzlich noch einmal 185,00 und für jedes ab 2008 geborene Kind sogar EUR 300,00. Das ergibt eine sehr beachtliche Rendite. Gerade Familien mit vielen Kindern profitieren von den hohen staatlichen Zulagen.

Wer selbständig ist und nicht pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung, kann bei der Riester Rente nicht mit machen. Allerdings lohnt sich diese Form der zusätzlichen Altersvorsorge auch nicht für jeden. Wer zum Beispiel Immobilien besitzt, kann sich durch deren Vermietung ebenfalls eine gute Altersversorgung aufbauen. Viele Leute haben Wertpapier in Form von Aktien und Investmentfonds. Diese Anlageform ist viel renditestärker als die Riester Rente. Der Grund dafür ist, dass durch Riester nur Anlagen gefördert werden, die eine "Geld-zurück-Garantie" bieten. Das bedeutet, dass die entsprechenden Versicherungsprodukte nur konservativ gemanagt werden dürfen. Die Fondsmanager setzen verstärkt auf renditeschwache und sichere festverzinsliche Wertpapiere, und weniger auf die schwankungsintensiven Aktien, die aber die größten Renditechancen bieten. Wer sich selber eine Altersvorsorge mit gewinnorientierten Aktienfonds aufbaut, kann viel mehr Geld damit erwirtschaften als mit einer Riester Versicherung.

Alleinstehende mit geringem Einkommen sind die zweite Gruppe, die möglicherweise von der Riester Rente nichts hat. Vor wenigen Monaten wurde in den einschlägigen Zeitungen und Fernsehsendungen darüber berichtet, dass Geringverdiener zu denjenigen zählen, für die sich die Riester Rente nicht lohnt. Der Grund dafür ist, dass Geringverdiener später mit einer staatlichen Rente rechnen müssen, von der sie nicht leben können. Für sie kommt dann die Grundsicherung in Frage. Bevor sie allerdings die ergänzenden staatlichen Zuschüsse zu ihrer Altersrente erhalten, werden gesetzliche Rente und Riester Rente addiert. Ergibt sich dann eine Versorgungslücke, springt der Staat ein. Wenn jemand aber so wenig verdient, dass ohnehin klar ist, dass er später von der Grundsicherung leben muss, kann es sein, dass er sich sein ganzes Erwerbsleben lang die Beiträge für die Riester Rente vom Munde abspart und später nichts davon hat, da diese Zusatzrente mit einbezogen wird bei der Berechnung eines möglichen Anspruchs auf Grundsicherung.

Alle Minijobber sind davon betroffen, alle Leute, die für ein oder zwei Euro jobben, und alle, die schon jetzt auf ihrem jährlichen Rentenbescheid sehen, dass es im Alter vorne und hinten nicht reichen wird. Wer durchschnittlich verdient und eine Familie mit vielleicht mehreren Kindern hat, sollte aber auf Riester nicht verzichten. Es würden ihm zu viele Zulagen und Steuerersparnisse entgehen.

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