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Geld in Gold anlegen besonders in wirtschaftlichen Krisenzeiten
Gold hat wegen seiner relativen Wertbeständigkeit als Anlage, vor allem in Krisen- und Kriegszeiten schon immer eine bedeutende Rolle gespielt. In der Inflation um 1923 legten clevere Investoren ihr Geld in Goldwährung an und konnten damit ihr Vermögen bei immer groteskerer Inflation, der Preis für ein Brot betrug zeitweise 1 Millionen Reichsmark, erhalten. In der Zeit der Reichskrise des Imperiums Romanums im 3. Jahrhundert rettete sich, wer es sich leisten konnte, in Goldwährung, die man dem wachsamen Auge des Staates entziehen musste, denn die zahlreichen Soldatenkaiser, Gegenkaiser und Gegengegenkaiser kassierten nicht nur saftige Steuern und requirierten Güter und Dienstleistungen, sondern der Staat betrieb offenen Betrug, indem er höherwertige Münzen einzog und minderwertige ausgab.



Kein Wunder, dass die städtischen Eliten sich für arm erklärten und Schätze vergruben, die dann Archäologen Jahrhunderte später fanden. Die Münzen waren hochwertige Goldmünzen und so prägefrisch, als hätten sie die Münze von Lyon, Rom oder Antiochia erst gestern verlassen. Der Goldpreis, der um 1980 bereits einmal ein Level von über 800 $ pro Feinunze erreicht hatte, erlitt in den 80ern deutliche Einbußen durch neue Goldfunde. Dieser "Goldrausch" ging allerdings 2001 zuende, und 2007 erreichte der Goldpreis erstmals wieder die 800 $ Marke. Der wachsende Lebensstandard in Südostasien und die damit verbundene erhöhte Nachfrage nach Gold dürfte nach Ansicht vieler Experten den zur Zeit sehr hohen Goldpreis stabilisieren und womöglich noch steigen. Die älteste Methode der Goldanlage ist physisches Gold.

Da bieten sich sowohl Barren, wie Münzen an, und die Stückelung reicht von einem Gramm bis zu einem Kiligramm. Bei Münzen kann es sich um teure Sammlerobjekte und historische Münzen handeln, deren numismatischer Wert höher, als der Goldwert ist. Als Anlage haben sich aber Münzen wie der gute alte Krügerrand, der kanadische Maple Leaf oder die australische Koala Edition besser bewährt, die auch den bezeichnenden Namen "Anlagemünzen" tragen. Die Stückelung geht von 1 Feinunze bis zu einer Zehntel Unze. Als kleiner Tipp sei erwähnt, dass der Goldpreis bei kleiner Stückelung höher liegt. So liegt der Grammpreis beim kleinsten Barren mit 26 Euro pro Gramm um ganze 8 Euro höher, als beim Kilobarren, von dem 1 Gramm nur 18 Euro bringt. Der Nachteil von physischem Gold besteht in seiner Lagerung im Bankschließfach.

Gold bringt keine Zinsen, und die preisspanne zwischen An- und Verkaufswert ist recht hoch und beträgt 2, 5 bis 50 %. Einfacher zu handhaben, als Krügerrand und Co sind börsengehandelte Goldfonds. Die Preisentwicklung der Feinunze in Euro, abzüglich der Gebühren wird 1: 1 abgebildet, und nach Angaben der Fondsgesellschaften sind die Anteile mit physischem Gold abgesichert. Erhöht sich die Zahl der anteile wird dem hinterlegten Gold weiteres in Barrenform hinzugefügt. Großer Beliebheit erfreuen sich auch Goldzertifikate, die allerdings nicht mit physischem Gold unterlegt sind. Macht der Anbieter Bankerott, ist das hinterlegte Geld in der Regel futsch. Gold ist auch immer wieder als Familiengeschenk von bleibendem Wert beliebt. Inzwischen wissen wir, dass weniger bei Gold tatsächlich mehr ist, und wer zur Taufe einen kleinen Goldbarren verschenkt, kann sogar damit rechnen, dass der bis zur Konfirmation noch im Wert steigt.

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