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Geld kurzfristig anlegen mit Tagesgeld
Als Tagesgeldkonto bezeichnet man ein verzinstes Konto, auf das der Inhaber täglich zugreifen und so über sein angelegtes Guthaben verfügen kann. Die Konten unterliegen in der Regel keiner Kündigungsfrist und werden vor allem von den sogenannten Direktbanken über das Internet angeboten. Das Guthaben wird vom Tagesgeldkonto auf ein, vom Kunden vorher definiertes, Referenzkonto überwiesen. Selbstverständlich muss der Kontoinhaber hierbei die üblichen Banklaufzeiten von 1 bis 3 Tagen in Kauf nehmen. Erst nach dieser Bearbeitungszeit lässt sich das Guthaben auf ein anderes Konto überweisen oder abheben. Sowohl für Verfügungen als auch für Einzahlungen entstehen dem Inhaber des Kontos in der Regel aber keine weiteren Kosten.



Wenige Banken statten ihre Kunden auch mit einer speziellen Karte aus, mit der das Guthaben unmittelbar vom Konto abgehoben werden kann. Viele Banken bieten ihre Tagesgeld-Angebote ausschließlich über das Internet an und locken so vor allem junge Kunden. Für die Geldinstitute bedeutet das einen wesentlich geringeren Verwaltungsaufwand, der sich durch hohe Zinsen für den Kunden bemerkbar macht. Immer wieder gibt es Sonderaktionen von Banken, die dann zum Beispiel ein zusätzliches Startguthaben von bis zu 50 Euro anbieten. Gerade bei geringen Anlagesummen sollte der Kunde besonderes Augenmerk auf solche Aktionsangebote legen, da sich die Rendite im ersten Jahr deutlich erhöht.

Die Zinsen sind, wie allgemein üblich, auf jeweils ein komplettes Jahr ausgelegt, wobei es Unterschiede im Auszahlungsgebaren der Banken gibt. Zahlreiche Geldinstitute zahlen die gesammelten Zinsen erst am Ende des jeweiligen Geschäftsjahres aus, während andere Banken den Anteil zumindest vierteljährlich oder gar monatlich ausgeben. Aufgrund der generell kurzfristigen Bindung sollte man eigentlich davon ausgehen, dass die Zinssätze bei Tagesgeldkonten recht niedrig ausfallen. In der Praxis sind diese Konten allerdings oftmals erheblich höher verzinst als beispielsweise ein klassisches Sparbuch. Während die traditionellen Sparkonten in der Regel lediglich um die 0,5% Zinsen bieten, ist die Tagesgeldanlage nicht selten mit bis zu 5% verzinst. Theoretisch könnte der Zinssatz bei Tagesgeldkonten täglich variieren, allerdings sind die Geldinstitute darauf bedacht, ihren Kunden eine größtmögliche Zinssicherheit und -konstanz zu bieten.

In den letzten Jahren erfreuen sich Tagesgeldkonten einer stark wachsenden Beliebtheit, vor allem jüngere Bankkunden wissen die Flexibilität und Ungebundenheit zu schätzen. Zahlreiche ältere Kunden wollen sich dagegen nicht mit einem solchen Angebot sowie den damit verbundenen technischen Herausforderungen auseinandersetzen und bleiben daher bei ihrem vertrauten Sparbuch. Noch immer ist Deutschland, im Vergleich mit anderen Nationen, ein absolutes "Sparbuch-Land". In kaum einem anderen Land ist der Anteil, den die Bürger zur Seite legen, so hoch wie hier. Mittlerweile verzeichnen viele Banken große Mengen von Neukunden, die vor allem durch die Tagesgeld-Angebote gelockt werden. Im weiteren Verlauf der Geschäftsbeziehung werden dem angeworbenen Kunden dann weitere Bankprodukte vorgestellt, die ihn langfristig an das Institut binden sollen. Als zusätzlicher Anreiz winken Tagesgeldkonto-Inhabern, die gleichzeitig auch eine bestimmte Summe in Fonds investieren, teilweise höhere Zinssätze.

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