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Geld langfristig anlegen nur bei entsprechend höherer Rendite
Eine langfristige Geldanlage ist nicht unter allen Umständen sinnvoll. Je nach Höhe der Rendite und den persönlichen finanziellen Verhältnissen kann die Entscheidung, sein Geld für viele Jahre fest anzulegen, sogar negative Auswirkungen haben.



Der Reiz einer langfristigen Geldanlage besteht darin, dass die Rendite höher ist als bei einer kurzfristigen oder mittelfristigen Anlage. Wer gut situiert ist und über ein sicheres Einkommen bzw. eine Rente verfügt, kann überblicken, wie viel Geld er langfristig entbehren kann. Für unvorhergesehene Notfälle wie Unfälle oder Krankheiten sollte man aber auf jeden Fall einen Teil seines Vermögens auf einem Tagesgeldkonto anlegen, auf das man täglich zugreifen kann. Eine vorzeitige Kündigung einer langfristigen Geldanlage ist nämlich nicht oder nur mit hohen Zinsverlusten möglich.

Bei der aktuellen Zinslage erzielt man mit langfristigen Geldanlagen keine höheren Renditen als mit kurzfristigen, ganz im Gegenteil. Tagesgeldkonten und Festgeldanlagen für ein halbes oder ein Jahr bringen höhere Zinsen. Schon bei Festgeld für zwei Jahre sinken die Sparzinsen bereits wieder. Es lohnt sich also gegenwärtig nicht, sein Geld über diesen Zeitraum hinaus anzulegen, außer wenn man erwartet, dass die Marktzinsen in den nächsten Jahren fallen.

Da langfristige Geldanlagen einen Zinssatz haben, der zu Beginn der Laufzeit bereits fest steht, könnten die Sparer dann im Vorteil sein, wenn die Zinsen für andere Geldanlagen fallen. Denn die einmal zugesagten Zinssätze für Festgeld haben auch dann Bestand, wenn der Leitzins wieder gesenkt wird und die Sparzinsen allgemein niedriger werden. Wer dann einen Teil seines Vermögens in eine langfristige Geldanlage investiert hat, hat den Vorteil, dass er lange Jahre so hohe Zinsen auf sein Geld erhält, wie es mit Neuanlagen nicht möglich wäre.

Sollte der Leitzins in den nächsten Jahren aber steigen, zahlen sich langfristige Geldanlagen nicht aus. Die steigenden Zinsen wirken sich auf Festgeld nicht aus, so dass der Sparer in einem solchen Fall lange Zeit niedrige Zinsen erhält. Hätte er sich für Festgeld mit einer kürzeren Laufzeit oder für ein Tagesgeldkonto entschieden, so könnte er bei steigenden Sparzinsen sein Vermögen in rentablere Geldanlagen umschichten. Bei langfristigen Festgeldanlagen aber ist dieser Weg versperrt, wenn man nicht hohe Vorfälligkeitsgebühren zahlen will, die den Zinsgewinn zusätzlich schmälern.

Gerade hat die Europäische Zentralbank beschlossen, den Leitzins für die Euro-Zone weiterhin unverändert bei 4 Prozent zu lassen. Seit fast einem Jahr wurde dieser Zins, der auch die Sparzinsen beeinflusst, weder angehoben noch gesenkt. Es ist für den Sparer deshalb auch nur schwer voraus zu sehen, wie die Zinsen sich in den nächsten Jahren entwickeln werden. Das aber ist bei einer langfristigen Geldanlage nötig, wenn man nicht Gefahr laufen will, genau die falsche Entscheidung zu treffen. Wenn man sich zusätzlich noch vor Augen hält, wie unflexibel man mit einer langfristigen Geldanlage in finanzieller Hinsicht ist, sollte man zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt, sein Geld lieber kurzfristiger anlegen.

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