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Geld mündelsicher anlegen
Geld mündelsicher anzulegen bedeutet nichts anderes, als sich solche Anlageprodukte heraus zu suchen, die einen Wertverlust des Geldes ausschließen. Es gibt gesetzliche Vorschriften dafür, wie ein Erwachsener Geld für sein Mündel, z. B. ein Waisenkind unter 18 Jahren, anlegen muss, um sicher zu stellen, dass dem Mündel dieses Geld nicht verloren gehen kann.



Damit ist klar, dass der Kauf einzelner Aktien von vornherein ausgeschlossen ist. Aktien sind eine stark risikobehaftete Form der Geldanlage. Mit Kursverlusten muss immer gerechnet werden. Gerade das aber soll bei mündelsicheren Geldanlagen vermieden werden. Da auch Investmentfonds Wertschwankungen ausgesetzt sind, sind auch sie für eine mündelsichere Geldanlage nicht geeignet.

Es bleiben alle Formen von verzinslichen Geldanlagen wie Sparbücher, Festgeld, Tagesgeld, Bundeswertpapiere und Pfandbriefe. Bei all diesen Sparformen ist der Verlust des eingesetzten Kapitals ausgeschlossen. Die Frage ist nur, wie hoch die Verzinsung des Geldes ist.

Eine weit verbreitete, aber unrentable Form der mündelsicheren Geldanlage ist das Sparbuch. Die Verzinsung ist in den meisten Fällen so niedrig, dass damit noch nicht einmal die Inflation ausgeglichen werden kann, die mit gut drei Prozent schon seit einiger Zeit sehr hoch ist. Unter diesem Gesichtspunkt müsste man das Sparbuch eigentlich von der Liste der mündelsicheren Geldanlagen streichen. Das gesparte Geld wird zwar nicht weniger, aber es verliert ständig an Kaufkraft.

Bei Festgeldanlagen sieht es mit der Verzinsung viel besser aus. Viele Banken bieten bereits über fünf Prozent Zinsen für einjähriges Festgeld. Damit gleicht diese Form der Geldanlage nicht nur den Kaufkraftverlust aus, sondern man erwirtschaftet darüber hinaus noch einen wirklichen Gewinn von derzeit zwei Prozent.

Bei Bundeswertpapieren ist es ähnlich. Die Schuldverschreibungen des Bundes werden ausdrücklich mit dem Hinweis auf deren Mündelsicherheit beworben. Bundesschatzbriefe über sechs oder sieben Jahre bringen allerdings weniger Zinsen als die guten Angebote vieler Banken.

Pfandbriefe sind eine weitere Möglichkeit, Geld mündelsicher anzulegen. Die Verzinsung lässt sich ungefähr mit der der Festgeldanlagen vergleichen.

Natürlich muss man bei den ausgewählten Banken darauf achten, dass sie einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind, der für Sicherheit es angelegten Geldes garantiert. Bei vielen ausländischen Banken sind nur Beträge bis 20.000,00 Euro vor einem möglichen Konkurs der Bank gesichert. Wer also höhere Summen anzulegen hat, sollte den Geldbetrag auf mehrere Banken verteilen oder sich gleich eine Bank suchen, die für die volle Höhe der Einlagen garantiert. Bei deutschen Geldinstituten ist das generell der Fall. Es gibt aber auch einige ausländische Banken, die sich freiwillig diesem Einlagensicherungsfonds angeschlossen haben. Bei ihnen kann man daher auch hohe Geldbeträge mündelsicher anlegen.

Da es bei mündelsicheren Geldanlagen auf den Werterhalt des Kapitals ankommt und nicht auf eine möglichst hohe Renditechance, kann man nicht erwarten, dass man dieser Anlageform so große Gewinne erwirtschaften kann wie mit risikobehafteten Anlagen. Man sollte aber darauf achten, dass man solche Anlagen wählt, die etwas mehr können als nur die Inflation ausgleichen.

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