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Geld vom Staat in Form von Kindergeld
Es gibt in der heutigen Zeit nicht viele Situationen, in denen der Staat seinen Bürgern Geld schenkt. Und tut er es doch, so will er stattdessen eine Gegenleistung dafür haben. Man denke nur an das neu eingeführte Elterngeld, was zwar steuerfrei ist, aber trotzdem in die Progression bei der Berechnung der Einkommensteuer fällt. Und nachdem die Eigenheimzulage als wirklich einzige Förderung des Staates, wofür er keine Gegenleistung erhalten möchte, abgeschafft wurde, bleibt den Familien nur noch das Kindergeld. Aber da das Kindergeld einkommensunabhängig ist, kommt praktisch jede Familie in den Genuss der Zahlung.



Rechtsgrundlage für die Gewährung des Kindergeldes ist das Einkommensteuergesetz, denn bei dem Kindergeld handelt es sich nicht um eine Sozialleistung, sondern das Kindergeld soll eine Familienförderung darstellen. Nur für Empfänger des ALG II wird das Kindergeld als Sozialleistung gewährt. Anspruchsberechtigt sind Eltern bzw. Elternteile, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben oder im Ausland leben und in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind.

Es ist aber nicht so, dass nur die Eltern bzw. Elternteile in den Genuss des Kindergeldes kommen. Auch die Großeltern können den Antrag auf Kindergeld stellen, wenn das Kind überwiegend bei ihnen wohnt und von ihnen erzogen wird. Ebenso erhalten Adoptiveltern und Pflegeeltern das Kindergeld ausgezahlt.

Der Antrag auf Kindergeld muss bei der für den Wohnort des Kindes zuständigen Familienkasse schriftlich unter Vorlage der Geburtsurkunde und der Geburtsbescheinigung des Krankenhauses gestellt werden. Die Familienkasse ist in der Regel der Bundesanstalt für Arbeit angegliedert.

Die Höhe des Kindergeldes ist nicht wirklich als üppig zu bezeichnen. Vielmehr stellt es für die Familien eine Entlastung zu den sowieso schon hohen Ausgaben für die Kindererziehung dar. Für die ersten drei Kinder beträgt die Zahlung pro Kind 154,00 Euro, ab dem vierten Kind werden 179,00 Euro pro Kind gezahlt.

Die Förderung endet spätestens mit dem Beginn des 25. Lebensjahres. Sollte das Kind vorher in einer Berufsausbildung stehen bzw. im Jahr 7680,00 Euro und mehr verdient haben, wird auch kein Kindergeld an die Eltern mehr gezahlt.

Dass der Staat sich mit der Förderung von Kindern und Familien schwer tut, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass die nunmehr gültige Höhe des Kindergeldes bereits im Jahr 2002 im Zuge der Euro-Einführung beschlossen wurde. Er muss vielmehr immer wieder von den deutschen Bundesgerichten an die Verpflichtung erinnert werden, Familien mit Kindern zu entlasten und finanziell zu fördern. Denn das Kindergeld wurde erst im Jahre 1975 eingeführt und betrug damals 50 DM. Seitens der Politik wird jedoch in Erwägung gezogen, das Kindergeld in der nächsten Legislaturperiode anzuheben. Um vie viel, steht noch nicht fest. Es ist aber wohl nicht zu erwarten, dass die Beträge an die seit Jahren steigenden Preise angepasst werden.

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