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Geldanlage im Kleinwalsertal in Österreich
Die Geldanlage im benachbarten Österreich hat in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit im Inland gewonnen. Seinen Ausgangspunkt fand diese Entwicklung dabei in der schrittweisen Aufweichung des deutschen Bankgeheimnisses zu Gunsten der Erhebung der Steuer auf Kapitalerträge. Diese wird nun als Quellensteuer erhoben, die Banken melden also die Erträge des Anlegers sowie dessen Kapitalvermögen an das zuständige Finanzamt und führen die Steuer ab. Als Konsequenz hat etwa das Finanzamt die originäre Kompetenz, die Konten des Anlegers ohne weiteres einzusehen. Dass dies nicht allen deutschen Anlegern gefällt ist ist klar.



Vom aufgeweichten Bankgeheimnis in Deutschland profitieren natürlich die Länder im nahegelegnen Ausland, die ein ungleich höheres Bankgeheimnis haben. Namentlich trifft das vor allem auf die Schweiz und Liechtenstein zu. Allerdings hat sich auch Österreich "klammheimlich" in die Reihe dieser Länder eingereiht. Mittlerweile ist es sogar in der Liste der beliebtesten Anlageländer der deutschen Anleger auf Platz 3 nach den oben erwähnten Staaten avanciert. Diese Entwicklung lässt sich insbesondere im österreichischen Kleinwalsertal erkennen. Es handelt sich hier um eine kleine, sehr grenznahe Ortschaft, die im Zuge der oben dargestellten Entwicklung einen wahren Bankenboom erlebt hat. Mittlerweile kämpfen hier alleine sechs Banken und weitere Direktbanken um die Gunst der Kunden. Damit ist das Kleinwalsertal weltweit der Ort mit der höchsten Bankendichte, auf 230 Einwohner kommt je eine Bank. Die überwiegende Mehrheit dieser Banken hat sich dabei speziell auf das Geschäft mit den deutschen Anlegern spezialisiert, die die kleine grenznahe Ortschaft bequem mit dem Auto oder zu Fuß erreichen können. Diese deutschen Anleger profitieren dabei in verschiedener Hinsicht von der Geldanlage im österreichischen Kleinwalsertal, wobei der maßgebliche Vorteil wohl der oben bereits erwähnte Grund des Bankgeheimnisses darstellt. Dieses ist in Österreich nach wie vor rechtlich sehr ausgeprägt. Daran konnten auch vehemente Bemühungen der deutschen Diplomatie, die hier die Möglichkeit einer Steuerhinterziehung sah, nichts ändern, schließlich ist in Österreich das Bankgeheimnis in der Verfassung des Landes niedergelegt. Von diesem Vorteil profitieren dabei selbstverständlich nicht allein passionierte Steuerhinterzieher. Auch bei ordnungsgemäßer Versteuerung im Inland stellt das Bankgeheimnis einen Vorteil dar, schließlich kann es nicht im Interesse des Anlegers sein, dass Finanzbeamte nach Gutdünken die Vermögenssituation des Anlegers durchleuchten. Privatssphäre ist auch hier angebracht.

Weiterhin profitiert der Anleger auch von der geographischen Situation des Kleinwalsertals. So ist dieses nicht allein grenznah gelegen. Vielmehr gehört es zwar zu dem österreichischen Staatsgebiet, die österreichischen Gesetze mitsamt dem Bankgeheimnis gelten demnach, aber es ist auch aufgrund einer zoll- und völkerrechtlichen Vereinbarung mit der Bundesrepublik Deutschland seit 1981 wirtschaftlich in den deutschen Zollraum eingegliedert. Im Gegensatz zu den beliebten Kapitalanlageorten wie etwa Luxemburg findet hier keine folglich Zollkontrolle statt. Der Anleger muss also nicht, wie etwa bei einer Fahrt nach Luxemburg, eine Durchsuchung seines Autos nach Bargeld fürchten.

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