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Geldanlage in Rohstoffaktien und Rohstoffhandel
Im Finanzbereich gibt es vor allen Dingen zwei Bereiche, die als noch spekulativer als der Handel mit Optionsscheinen oder mit Futures gelten. Neben dem Devisenhandel auf der einen Seite, geht es dabei auch um den Handel mit Rohstoffen. Besonders wenn man auf diesem Gebiet als Anleger noch keine Erfahrungen gemacht hat, wird man sich zunächst fragen, auf welche Art und Weise man Rohstoffe überhaupt handeln kann, denn es ist natürlich in der Praxis nicht möglich, sich beispielsweise einige Tonnen an Rohöl liefern zu lassen, falls man auf eine steigenden Ölpreis spekulieren möchte. Wie also funktioniert der Rohstoffhandel genau?



Da man Rohstoffe also nicht direkt als Ware erwerben kann, muss es Finanzprodukte geben, die sich am Rohölpreis orientieren bzw. wo die Änderung des Rohölpreises eine direkte Auswirkung auf den Wert des entsprechenden Finanzproduktes hat. Man bezeichnet diese Finanzprodukte auch als Derivate (abgeleitete Produkte), weil diese im Grunde von den Rohstoffen (in diesem Fall) als Basiswert abgeleitet sind.
Im Grunde stehen heute vor allen Dingen drei Möglichkeit zur Verfügung, wie man in Rohstoffe investieren kann. Der indirekte Weg führt zum Beispiel über den Kauf einer so genannten „Rohstoffaktie“, also die Aktie eines Unternehmens, welches sich mit Abbau oder Verarbeitung eines bestimmten Rohstoffes beschäftigt. Als erste Alternative zum Investment in solche Aktien kann man auch in Zertifikate investieren, die einen Rohstoff wie Öl als Basis haben und Preisänderung in der Regel im Verhältnis 1:1 abbilden. Wenn man jedoch von dem zu Beginn erwähnten sehr spekulativen Investment in Rohstoffe spricht, dann ist von den CFDs die Rede. CFD ist die Abkürzung für den Fachbegriff und die Übersetzung von Differenzkontrakt und wird mit Contract For Difference bezeichnet. Diese CFDs haben, ähnlich wie es auch bei den zuvor erwähnten Zertifikaten der Fall ist, einen bestimmten Wert als Basis (Basiswert), wobei es sich eben häufig auch um Rohstoffe handelt. Der Name „Differenzkontrakt“ kommt deshalb zustande, weil der Anleger den jeweiligen Basiswert, zum Beispiel eine Tonne Rohöl, durch den CFD zu einem bestimmten Preis erwerben kann und im Folgenden bei steigenden Rohöl-Preisen durch diese Differenz zum „Einkaufspreis“ seinen Gewinn erzielen kann.

Wie genau funktionieren die CFDs und was zeichnet sie aus? Wer also als Anleger möglichst direkt in Rohstoffe investieren möchte und zudem eine Chance auf außerordentlich hohe Gewinne haben möchte, der muss sich fast zwangsläufig für die erwähnten CFDs entscheiden. Handeln kann man die CFDs über spezielle CFD-Broker, aber auch viele Forex Broker bieten neben dem Devisenhandel mittlerweile auch den Handel mit CFDs an. Dabei ist für den Anleger zu berücksichtigen, dass er bereits mit wenig Kapital handeln kann, da vom Broker Geld zur Verfügung gestellt wird, man erhält also ein Kredit. Je nach Art des CFDs und Angebot des Brokers, kann dieses geliehene Kapital bis zum 200-fachen des eigenen Kapitals hoch sein. Aus dieser Tatsache heraus ergeben sich dann auch die möglichen hohen Gewinne, denn wenn der Preis für ein Barrel Rohöl beispielsweise nur um zwei Prozent steigt, würde man bei einem Hebel von 100:1 einen Gewinn von 200 Prozent erzielen. Das CFD mit Basis eines Rohstoffes bildet die Preisentwicklung also 1:1 nach, aber durch den Hebel wird der mögliche Gewinn des Anlegers um ein Vielfaches potenziert. Auf der anderen Seite ist aber natürlich auch stets die Gefahr gegeben, dass man sein investiertes Kapital schnell verliert. Der Handel mit Rohstoffen ist also in der Regel bei der Nutzung des Finanzproduktes CFD sehr spekulativ und risikoreich. Wer dennoch in Rohstoffpreise investieren möchte und dabei ein nicht ganz so hohes Risiko eingehen möchte, dem stehen noch die etwas indirekteren Wege Aktien, Zertifikate oder auch bestimmte Fonds zur Verfügung, die ebenfalls auf die jeweilige Art an die Preisentwicklung des Rohstoffes „gebunden“ sind.

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