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Geldanlage monatlich oder einmalig?
In den letzten Jahren konnte man beobachten, wie immer mehr Menschen sich mit dem Thema "Private Vorsorge" beschäftigen und beginnen, sich ein finanzielles Polster aufzubauen. Dabei ist es grundsätzlich erst einmal egal, ob man das Geld nun zum Stopfen der Rentenlücke verplant hat, eine Absicherung für den Fall einer plötzlichen Arbeitslosigkeit schaffen möchte, oder ob es einfach darum geht, sich ein kleines, privates Vermögen aufzubauen. Wichtig ist, dass man überhaupt etwas tut.



Eine sehr wichtige Frage, die in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt wird, ist die Frage, ob es denn nun besser ist, eine einmalige Geldanlage zu tätigen oder ob man lieber einen Sparplan, z.B. mit monatlichen Zahlungen, vereinbaren sollte.

Die Beantwortung dieser Frage ist allerdings relativ komplex und kann nicht in einem Satz oder in einer Aussage abgehandelt werden. Betrachten wir doch einfach einmal beide Alternativen in der Anwendung bei verschiedenen Anlageformen. Als erstes nehmen wir an, man würde das Geld, mal einmalig, mal monatlich, in eine sehr variable Anlageform einzahlen, zum Beispiel in einen Investmentfonds oder in Aktien. Zahlt man das Geld einmalig in diese Anlage, so muss man hoffen, dass sie danach nurnoch steigt und nicht mehr sinkt, da man in diesem Fall Geld verlieren würde. Wenn man aber monatlich zahlt, dann kann man auch bei sinkenden Kursen ganz gelassen bleiben. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass man von dem so genannten "Cost-Average-Effekt" profitiert. Dieser Effekt kommt dadurch zustande, dass man in guten Börsenzeiten weniger Anteile an dem Fonds kauft als in schlechten Börsenzeiten - die Summe der Einzahlung ist schließlich immer gleich groß, der Wert je Anteil verändert sich aber ständig. Wenn nun die Kurse wieder anziehen, profitiert man durch die Mehrzahl an Anteilen ganz enorm von diesem Anstieg und kann den Verlust im Depot sehr schnell wieder wettmachen.
Vereinfacht kann man sagen, dass man zu einem Durchschnittskurs kauft.

Legt man sein Geld hingegen in einer Anlageform an, die immer einen festen Zins bietet, zum Beispiel auf einem Sparbuch, dann ist es besser, man zahlt das ganze Geld gleich am Anfang ein, weil man hier vom so genannten Zinseszinseffekt profitieren kann. Dieser Effekt besagt, dass die Zinsen, die man für das angelegte Geld bekommt, sich in der nächsten Zinsperiode wieder mitverzinsen. Gerade bei langen Laufzeiten oder bei hohen Geldbeträgen kommt auf diese Art und Weise sehr schnell ein enormer Unterschied zwischen der einmaligen Anlage einer Summe und dem ratierlichen Zahlen zustande.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Entscheidung, ob man sein Geld lieber in einer Summe anlegen sollte oder ob es besser ist eine ratierliche Anlage zu wählen, in erster Linie von der Art des gewählten Sparproduktes abhängt. Da sich aber für viele Menschen die Frage schon alleine deshalb nicht stellten wird, weil sie das Geld für eine einmalige Einzahlung überhaupt nicht haben, sollte das Resümee lauten: Sparen auf jeden Fall. Wie ist nachrangig.

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