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Geldanlage und Renditeerwartung in Rohstoff Öl
Wenn am Kapitalmarkt von einem Investment in Rohstoffe gesprochen wird, dann denken 90 Prozent der Anleger sicherlich zunächst einmal an Rohöl bzw. Erdöl als Rohstoff. Die beiden am Markt eindeutig dominierenden Rohstoffe, zumindest aus Sicht der Anleger, sind schon seit vielen Jahren das Rohöl und auch Gold, wobei dieses noch eher in die Klasse der Edelmetalle fällt, als dass man von einem Rohstoff wie dem Öl spricht. Daher ist das Rohöl im Grunde auch „der“ Rohstoff schlechthin, den man auf verschiedene Weise als Investment nutzen kann. Hat man sich als Anleger dazu entschlossen, sein Kapital in diesen Rohstoff zu investieren, dann stellen sich vorab einige Frage in Zusammenhang mit dem bevorstehenden Investment.



Eine Grundfrage ist sicherlich, wie sich der Preis für eine bestimmte Menge Öl, zum Beispiel für ein Barrel, überhaupt bildet und welche Faktoren einen Einfluss auf den Ölpreis haben. Ferner muss man sich natürlich auch entscheiden, ob man in den Rohstoff Öl über Aktien, Zertifikate oder über das spekulative Produkt CFD investiert. Letztendlich gilt es ebenfalls eine Entscheidung zu treffen, ob man auf fallende oder steigende Ölpreise setzt, denn mittels einiger Finanzprodukte aus dem Bereich der Termingeschäfte kann man auch von fallenden Preisen profitieren. Die Grundlage der Spekulation ist aber sicherlich das Festlegen der eigenen Strategie. Dazu benötigt man ein bestimmtes Basiswissen rund um den Ölmarkt als solches, wozu eben auch gehört, dass man zumindest die theoretisch wirkenden Faktoren kennt, die einen Einfluss auf den Ölpreise haben können. Zu den Hauptfaktoren zählen sicherlich in erster Linie die wirtschaftliche Gesamtlage weltweit, die Industrienachfrage und zudem hat natürlich auch die OPEC einen entscheidenden Einfluss auf die Ölpreise, weil diese durch die Regulierung der Fördermengen das Angebot bestimmen kann. Nimmt man die aktuelle Wirtschaftslage als Beispiel, dann müsste der Ölpreis eigentlich weiter ansteigen, was bereits seit einigen Wochen der Fall ist. Warum aber ist das so? Dazu muss man wissen, dass Rohöl von der Gesamtmenge her in erster Linie von der Industrie zur Produktion benötigt wird. Befindet sich die Wirtschaft also in einem leichten Aufwärtstrend, dann müsste die Produktion der Unternehmen eigentlich ansteigen, was einen erhöhten Ölverbrauch bedeuten würde. Wenn nun die Fördermengen des Rohöls nicht künstlich von der OPEC erhöht werden, müsste das verfügbare Öl knapper werden, was einen Preisanstieg zur Folge hätte. Ab einem bestimmten Preis kehrt sich dieses Verhältnis von Angebot und Nachfrage natürlich dann wieder ins Gegenteil um, denn bei „zu hohen“ Ölpreisen wird die Nachfrage wieder sinken, was eine Preisreduzierung zur Folge haben müsste.

Aus fundamentaler Sicht kann man aber zunächst etwas verallgemeinernd festhalten, dass ein Wirtschaftsaufschwung für einen steigenden Ölpreis spricht, während ein Abschwung in aller Regel mit sinkenden Ölpreisen verbunden ist. Da der Ölpreis in Dollar notiert wird, hat auch der Kurs des Dollars gegenüber den anderen Währungen wie zum Beispiel dem Euro oder dem Yen einen Einfluss auf die nachgefragte Menge an Öl und somit auch auf den Ölpreis. So steigt die Nachfrage nach Rohöl zum Beispiel in Zeiten eines schwachen Dollars an, weil die importierenden Staaten nun für ihre eigene Währung mehr Dollar bekommen und das Öl somit billiger wird. Allgemein begünstigt also auch ein schwacher Dollarkurs des Preisanstieg beim Rohöl. Beschäftigt man sich mit der „Grundsituation“, dann müsste der Ölpreis in den nächsten Jahrzehnten ohnehin im Grunde stetig ansteigen. Öl ist ein nicht unendlich zur Verfügung stehendes Gut und die Vorräte werden nach aktuellen Berechnungen spätestens im Jahre 2090 erschöpft sein. Bisher ist aber ein großer Teil der Industrie auf Öl dringend angewiesen, so natürlich die Automobilindustrie mit den Benzinmotoren als Antriebsart. Falls nun jedoch in den nächsten Jahren / Jahrzehnten ein adäquater Ersatz für das Rohöl gefunden wird, würde die Nachfrage und somit der Preis des Öls wohl nicht stark ansteigen, sondern der Preis könnte sogar fallen, weil Öl dann kaum noch benötigt würde. Man kann also nicht zwingend davon ausgehen, dass der Rohölpreis aufgrund der Endlichkeit des Erdöls von der Grundtendenz her nur noch steigen wird.

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