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Genau eine Finanzierung berechnen und teure Nachfinanzierung vermeiden
Menschen, die sich für den Bau eines Hauses oder für eine umfassende Renovierung entscheiden, schaffen sich hiermit Wohneigentum, welches sie im Alter kostenfrei nutzen können. Auch das Leben selbst lässt sich in einem Eigenheim deutlich schöner gestalten, gerade wenn Kinder zum Haushalt gehören.



Gleichzeitig ist ein solches Projekt aber auch mit enormen finanziellen Aufwendungen verbunden, die nicht in jedem Fall zu 100% geplant werden können. So gibt es in mehr als 50% aller Bauvorhaben Baukostenüberschreitungen, die von den Bauherren nicht immer beglichen werden müssen. Denn die meisten Bauherren müssen ohnehin auf Darlehen der Bank zurückgreifen. Und um diese sowie die hieraus entstehende finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten, wird zuerst das gesamte vorhandene Eigenkapital eingesetzt, anschließend werden die Darlehen nach den erstellten Baukostenplänen beantragt. Folgt jetzt jedoch eine Überschreitung der Baukosten, können diese Menschen nicht mehr auf finanzielle Rückhalte zurückgreifen und müssen unter Umständen weitere Kredite aufnehmen, um diese finanzieren zu können.

Jeder Bauherr sollte daher vor dem Weg zur Bank genau überprüfen, welche Kosten auf ihn zukommen werden. Wer einen Neubau errichtet, kann sich hierbei Hilfe von Architekten oder Bauplanern holen. Diese kalkulieren die zu erwartenden Kosten und geben Auskunft über eventuell entstehende Mehrkosten. Bauherren jedoch, die einen Altbau erwerben und diesen umfassend in eigener Regie sanieren wollen, müssen diese Aufstellungen selbst tätigen. Hierzu lohnt es sich, von den beteiligten Gewerken (Fensterbau, Elektroinstallation, Sanitärinstallation) Kostenvoranschläge einzuholen. Hierbei sollten möglichst mehrere Angebote verglichen werden, um den günstigsten Handwerker zu finden.

Derartige Baukostenaufstellungen geben also Auskunft über die gesamte Kostenhöhe des Projekts. Von diesen Gesamtkosten können nun die Eigenleistungen sowie das Eigenkapital abgezogen werden, um die notwendige Finanzierungssumme zu ermitteln. In jedem Fall sollten Bauherren aber Rücklagen einplanen sowie die jeweiligen Posten des Hausbaus nicht zu eng kalkulieren, denn auch Handwerker haben die Möglichkeit, ihre Kostenvoranschläge um bis zu 10% zu überschreiten. Allein diese Möglichkeit würde eine Baukostenüberschreitung mit sich bringen.

Wurde die Finanzierung dennoch zu knapp geplant, müssen die Kreditnehmer die bereits bei der Bank in Anspruch genommenen Kredite erweitern. Dies wird Nachfinanzierung genannt, da die eigentliche Finanzierung bereits abgeschlossen ist. Eine derartige Nachfinanzierung bedeutet für die Banken in der Regel ein deutlich höheres Risiko und für den Kunden somit höhere Zinsen, gleichzeitig muss ein erneuter Grundschuldeintrag erfolgen. Wenn die Nachfinanzierungssumme dann noch unter dem Mindestdarlehensbetrag für Baufinanzierungen liegt (je nach Bank ist dies ein Betrag zwischen 25.000 – 50.000 Euro), müssen Kreditnehmer nochmals mit Zinsaufschlägen rechnen. Daher sind Nachfinanzierungen teure Kredite, die die monatliche Belastung stark nach oben verändern können. Um dies zu vermeiden sollte, wie oben bereits beschrieben, möglichst ein Rückhalt bestehen bleiben.

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