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Geschlossene und offene Fonds - was ist der Unterschied?
Geschlossene Fonds verfolgen ein ganz anderes Konzept als offene Fonds. Wer sein Geld in einem geschlossenen Fonds anlegen möchte, muss sich vorerst mit den Grundregeln, nach denen ein geschlossener Fonds funktioniert, beschäftigen. Geschlossene Fonds richten sich an Anleger, die auf ihr Kapital für eine lange Zeit, die Anlagehorizonte liegen zwischen 10 und 20 Jahren, verzichten können.



Bei einem geschlossenen Fonds wird nur eine ganz bestimmte Zahl von Anteilen ausgegeben. Das Fondsvolumen wird vorher festgelegt, und wenn dieses erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Der Anleger kann dann seine Anteile nicht einfach verkaufen wie bei einem offenen Fonds. Die Fondsgesellschaft ist während der Laufzeit des geschlossenen Fonds nicht verpflichtet, die Anteile eines Anlegers zurückzukaufen. Braucht ein Anleger, der in einen geschlossenen Fonds investiert hat, sein Geld vorher, muss er sich selbst um die Veräußerung kümmern, dazu kann der sogenannte Zweitmarkt genutzt werden. Der vorzeitige Verkauf an Dritte kann aber zu Verlusten führen. Demzufolge müssen die geschlossenen Fonds keine Bargeldreserven halten, da ein vorzeitiger Verkauf der Fondsanteile durch den Anleger an die Gesellschaft ausgeschlossen ist. Geschlossene Fonds verfolgen ganz bestimmte Ziele. Mit dem Geld einer begrenzten Zahl von Kapitalanlegern soll ein bestimmtes Projekt verwirklicht werden. Die Anleger haften für dieses Projekt mit ihrem angelegten Kapital, da sie mit ihrer Kapitalanlage gleichzeitig Unternehmer werden. In der Regel gründen sich die geschlossenen Fonds als Kommanditgesellschaft, mit dem Ziel soviel Gewinne zu erzielen, dass sich das investierte Kapital vermehrt. Am bekanntesten sind die geschlossenen Immobilienfonds, es gibt aber auch Beteiligungen in Schiffsfonds oder in Windkraft- und Sonnenenergieanlagen. Probleme entstehen für den Anleger in geschlossene Fonds, wenn dieser nicht die erwarteten Gewinne erwirtschaftet, dann kann es unter Umständen sein, dass der Anleger noch Kapital nachschießen muss. Das bedeutet letztlich, wer in geschlossene Fonds investiert, sollte immer über ausreichende Reserven an Barmitteln verfügen.

Offene Fonds hingegen kann der Anleger in kleinen Anteilen erwerben und auch jederzeit wieder verkaufen. Obwohl die Geldanlage in Fonds grundsätzlich einer längerfristige Geldanlage sein sollte, hat der Anleger immer die Möglichkeit aus einem offenen Fonds auszusteigen, wenn dieser beispielsweise nicht die erwartete Rendite bringen sollte. In einen geschlossenen Fonds, der keine Gewinne bringt, muss der Anleger hingegen noch zusätzlich Geld einbringen. In einen offenen Fonds kann der Anleger zu jeder Zeit einsteigen, mit einem Betrag, der ihm beliebt oder auch einen Fondssparplan abschließen. Das ist bei den geschlossenen Fonds nicht möglich. Bei der Anlage in geschlossenen Fonds wird der Anleger zum Unternehmer und trägt somit auch das unternehmerische Risiko, das heißt, er muss auch mit einem Totalverlust rechnen. Dazu kommt das aufgrund der langen Laufzeiten der geschlossenen Fonds auch immer mit Veränderungen in der Steuergesetzgebung zu rechnen ist, die dazu führen können, dass auch ein erfolgreicher geschlossener Fonds nicht die erwartete Rendite bringt.

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