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Günstige Kredite nur bei Top Bonität
Viele Kreditnehmer sind beeindruckt von den Versprechungen in der Werbung der Banken über die günstigen Konditionen, zu denen oft die Kredite angeboten werden. Dabei wird oft das Kleingedruckte übersehen und die Bedeutung dessen gar nicht erst verstanden. Bis auf wenige Ausnahmen bieten die meisten Banken ihre günstigen Zinssätze nur bonitäts- und laufzeitabhängig an. Die Frage der Laufzeit lässt sich noch gut nachvollziehen, je länger ein Kredit läuft, desto größer ist das Risiko der Bank, dass der Kredit ausfallen könnte. Dieses Risiko wird über einen höheren Zinssatz abgesichert.



Doch die Frage der Beurteilung der Bonität des Kreditnehmers ist für viele wie ein Buch mit sieben Siegeln. Wichtig ist bei der Beurteilung der Bonität, dass die Schufa des Kreditnehmers in Ordnung ist und die Schufa den Kunden insgesamt positiv bewertet. Doch neben diesem Kriterium haben die Banken noch eigene Scoring Systeme und nutzen die Haushaltsrechnung, um die persönliche Kreditwürdigkeit des Kunden zu prüfen. In den Scoring Systemen, die bei den Banken Verwendung finden, werden alle Informationen, die es über den Kreditnehmer gibt, wie sein Alter, sein Geschlecht, sein Beruf, sein Familienstand, seine Adresse (die Wohngegend), seine Nationalität verwertet und führen im Ergebnis zu einer bestimmten Punktzahl. Dieses Verfahren, die Schufa und die Haushaltsrechnung werden für die Bonitätsprüfung zusammengefasst und der Kunde wird ganz persönlich eingestuft, leider in den seltensten Fällen mit einer Top Bonität, sodass der in der Werbung angepriesene Zinssatz im persönlichen Angebot für den Kunden deutlich steigt, im extremen Fall von zum Beispiel 4,9 Prozent in der Werbung auf 11,99 Prozent im persönlichen Angebot. Dann erst kommt bei den Kunden das böse Erwachen. Die Frage, was eine Top Bonität ist, lässt sich schwer beantworten, aber ungefähr so, ein lediger Beamter, Anfang 40, mit Wohneigentum in einer besseren Gegend, mit Krediterfahrung, aber ohne laufende Verpflichtungen.

Bedeutend schlechter wird die Bonität aus Sicht der Banken, wenn der Kunde Anfang 30 ist und verheiratet, dabei noch zwei Kinder hat und zur Miete in einem sogenannten sozialen Brennpunkt wohnt. Ist dieser junge Mann dann auch noch Maurer, dann hat er bei der Bonitätsbewertung schlechte Karten. Für diesen fiktiven Kreditnehmer kommt dann nur ein hoher Zinssatz in Frage. Noch schlechter wird die Bonität bewertet, wenn dieser Mann dann auch noch ein Ausländer ist. Allerdings wird keine Bank bereit sein, auch nicht auf Nachfrage, ihre Maßstäbe für die Bewertung der Bonität preiszugeben. Die in den Systemen verwendeten Scorekarten sind im Detail oft nicht einmal den Mitarbeitern der Banken bekannt.

Kreditsuchende, denen diese Art und Weise der Kreditvergabe nicht gefällt, sollten sich bei einem Kreditvergleich Banken auswählen, die ihre Zinsen nicht an die Bonität des Kunden knüpfen, sondern nur differenzieren bei verschiedenen Laufzeiten und bei verschiedenen Kreditbeträgen. Hier weiß man dann von vornherein was einen erwartet, wenn die Schufa in Ordnung ist.

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