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Günstige Zinsen bei der Baufinanzierung durch langfristige Zinsbindung sichern
Viele Bauherren wissen nicht, wie lange sie die Zinsbindung für ihren Hauskredit wählen sollen. Woher soll man wissen, wie die Zinsen sich in Zeiträumen wie 10, 15 oder gar 20 Jahren entwickeln? In Niedrigzinsphasen wie jetzt scheint es sich zu lohnen, diesen Zinssatz so lange wie möglich festzuschreiben. Bei Kreditsummen in sechsstelliger Höhe, wie sie bei Baukrediten üblich sind, kann man dabei viele Hundert Euro sparen. Es rentiert sich, einmal genau auszurechnen, welche Beträge sich ergeben, wenn man Parameter wie Zinssatz oder Laufzeit ändert.



Generell gilt Folgendes, was auch in Verbraucher- und Finanztests immer wieder bestätigt wird: Wer einen hohen Kredit aufnimmt und sich nur eine geringe Tilgung leisten kann, fährt mit einem möglichst lange festgeschriebenen Zinssatz am besten. So minimiert er das Risiko, lange Jahre deutlich höhere Zinsen plus Tilgung zahlen zu müssen. Eine Tatsache, die schon oft dazu geführt hat, dass Kredite nicht mehr bezahlt werden konnten und Häuser letztendlich versteigert werden mussten. Die Banken wissen das und nehmen für eine Zinsbindung, die 15 Jahre übersteigt, Zuschläge in Höhe von etwa 0,3 Prozent.

Manche Kunden scheuen davor zurück, eine so lange Zinsbindung einzugehen. Dabei ist das Risiko überschaubar: Bereits nach 10 Jahren kann der Kreditnehmer mit einer Kündigungsfrist von jeweils 6 Monaten den Kredit kündigen. Damit bleibt er ähnlich flexibel wie bei einem 10-Jahres-Kredit. Sondertilgungen und Rückzahlungen oder Umschuldungen sind nach diesem Zeitraum ebenso ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Warum also zögern? Auch wenn wir uns immer noch in einer Niedrigzinsphase befinden, war ein Baukredit vor 15 Jahren um gut 1 Prozent billiger. Wohl dem, der Anfang der 90er Jahre die Zinsbindung so lang wie möglich gewählt hat. Er hat schon jetzt Hunderte von Euros gespart.

Wer allerdings möglichst viel Zinsen sparen möchte und deshalb eine kurze Laufzeit wählt, kann das Ersparte dazu verwenden, den Kredit schneller zu tilgen. Das kann sich auszahlen. Es kann aber auch sein, dass der Anschlusskredit so kostspielig wird, dass sich diese Variante als die teurere erweist.

Nehmen wir ein Beispiel zur bessere Veranschaulichung. Ein Bauherr nimmt einen Kredit über 200.000 Euro auf. Bei einer Zinsbindung von 20 Jahren kostet dieser 5,48 Prozent Effektivzins, bei 10 Jahren 5,12 Prozent. Der kleine Unterschied von 0,36 Prozent bedeutet aber, dass im ersteren Fall nach 10 Jahren eine Restschuld von gut 128.000 Euro, im zweiten Fall hingegen noch mehr als 165.000 Euro verbleiben. Die Differenz beträgt also fast 37.000 Euro! Allerdings ist beim längeren Kredit nach 10 Jahren erst eine Summe von ca. 26 Tausend Euro getilgt, beim zweiten aber bereits knapp 35.000 Euro. Nach 10 Jahren also erweist sich die kürzere Laufzeit als die günstigere. Nach 20 Jahren jedoch hängt es von den Kosten des Folgekredits ab. Übersteigen diese effektiv 6,26 Prozent, so zahlt sich die längere Zinsbindung aus.

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