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Häufige Fehler beim Immobilienkauf
Der Immobilienkauf unterscheidet sich grundsätzlich vom Kauf jeder anderer Ware. Dieses liegt an den unausweichlich notwendigen Vorbereitungen vor dem Kauf, an der Komplexität des Immobilienerwerbs, an den Folgekosten. Und nicht zuletzt daran, dass, wenn die falsche Immobilie erworben wurde, keine Rückgabe oder Tausch möglich ist, wie beim Kauf von einem Paar zu großer Schuhe oder einer zu engen Hose. Die „Rückgabe“ einer Immobilie ist nur der Verkauf, der unter Umständen große Verluste bedeuten könnte.



Wer zum ersten Mal eine Immobilie erwirbt, kann viele Fehler machen, wobei auch vermeintlich kleine Fehler die Traumimmobilie zu einem bösen Alptraum machen können. Sich nicht bereits vor dem Kauf gründlich mit der gesamten Materie Immobilien auseinander zu setzen, ist der erste große Fehler.

Nachfolgend eine hilfreiche Aufstellung einiger der möglichen Fehler.

  • Eine Immobilie zum falschen Zeitpunkt kaufen. Wer vor der Entscheidung, eine Immobile zu kaufen, den Immobilienmarkt nicht genau beobachtet hat, kann den optimalen Zeitpunkt zum Immobilienkauf nicht richtig abschätzen. Er riskiert, die Immobilie zu teuer zu kaufen und auch noch zu teuer finanzieren zu müssen.
  • Eine Immobilie kaufen, ohne vorher mehrere Objekte zu besichtigen. Wer vor dem Kauf einer Immobile, nicht genug verschiedenen Objekten (sowohl neu gebaute als auch gebrauchte) in verschiedenen Lagen besichtigt hat, kann nicht objektiv entscheiden, welches Angebot am besten zu ihm passt. Er riskiert, die falsche Immobilie zu kaufen.
  • Eine Immobilie kaufen, ohne vorab einen genauen Kassensturz (alle Einnahmen und alle Ausgaben erfassen und gegenüber stellen) durchzuführen. Ein ungenauer Finanzcheck zum Ermitteln der Finanzierungshöhe, die geleistet werden kann, kann eine Überschuldung zur Folge haben.
  • Ein Finanzierungsangebot wählen, ohne vorweg mehrere verschiedene Finanzierungsformen zu studieren und zu prüfen, ohne mehrere verschiedene Finanzierungsangebote von verschiedenen Kreditgebern zu vergleichen, insbesondere ohne die Gesamtkosten der Finanzierungsangebote zu erfragen. Die Folge einer zu teueren Finanzierung kann viele Tausende Euro an Mehrkosten bedeuten.
  • Eine Immobilie kaufen, ohne die Gesamtkosten des Immobilienerwerbs zu ermitteln und deren Finanzierung zu planen. Werden die zusätzlich zum Preis für das Objekt unvermeidlich zu tragenden Nebenkosten, wie das Notarhonorar und die Grundbuchkosten (gesamt circa 1,5%) sowie die Grunderwerbssteuer (derzeit 3,5 %), nicht mit kalkuliert, können sie die Finanzlage belasten.
  • Bei Gebrauchtimmobilien die (mindestens drei letzten) Protokolle der Eigentümerversammlungen und die Wirtschaftspläne insbesondere die Höhe der Rücklagenbildung nicht ernst genug nehmen, zukünftige Wartungskosten (beispielsweise bevorstehende geplante Instandhaltungskosten sowie eventuelle unvorhergesehene Reparaturmaßnahmen bzw. Modernisierungsmaßnahmen) nicht berücksichtigen. Werden diese Ausgaben nicht mit kalkuliert und für sie nicht genügend Finanzmittel bereitgehalten, können sie finanzielle Engpässe nach sich ziehen.
  • Die laufenden Nebenkosten für das Sondereigentum sowie für das Gemeinschaftseigentum (Fahrstuhl, Treppenhaus, Kellerräume, Dachraum, Grünanlagen) nicht mit kalkulieren.
  • Die Lage, die Infrastruktur und die Umgebung der Immobilie nicht prüfen und beachten. Die Immobilie nicht persönlich begehen und besichtigen, sondern nur nach Bildern, Prospekten oder Zeichnungen und Beschreibungen kaufen.

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