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Hauskredit ohne Eigenkapital
Für eine zunehmende Anzahl von Bürgern wird der Kauf eines Hauses immer interessanter, denn die Bauzinsen sind schon jetzt auf einem historischen Tiefpunkt angelangt. Immer öfter ist es daher auch der Fall, dass die Immobilienfinanzierung mittlerweile günstiger als das Zahlen der Miete ist. Daher möchten sich immer mehr Haushalte den Wunsch nach einem Eigenheim erfüllen. Diese sehr günstigen Zinsen, die teilweise nicht einmal mehr zwei Prozent betragen, sind seitens der Banken allerdings meistens an verschiedene Bedingungen geknüpft. Eine dieser Bedingungen ist neben der guten Bonität des Kunden auch, dass Eigenkapital mit in die Finanzierung eingebunden werden kann.



Keine Bank führt nämlich gerne eine Vollfinanzierung durch, im Zuge derer der Kreditnehmer dann kein Eigenkapital mitbringen würde. Trotzdem ist es bei vielen Banken möglich, einen Hauskredit auch ohne Eigenkapital aufnehmen zu können. Allerdings sollten Verbraucher bedenken, dass die Finanzierung ohne Eigenkapital fast nur Nachteile hat. Wer also über Kapital verfügt, welches er mit in die Immobilienfinanzierung einbringen kann, der sollte dies auch tun. Auf der anderen Seite muss natürlich auch daran gedacht werden, dass mit manchen Kapitalanlagen inzwischen höhere Erträge erzielt werden können, als der Kreditnehmer an Bauzinsen zahlen muss. Wenn man zum Beispiel einen Immobilienkredit zu einem Zins von drei Prozent erhält und noch Kapital zu einem Zinssatz von vier Prozent angelegt hat, macht es natürlich keinen Sinn, diese Anlage vorzeitig aufzulösen und in die Finanzierung einzubringen. Dennoch bringt der Hauskredit ohne Eigenkapital auch im Saldo meistens Nachteile für den Kunden.

Der größte Nachteil ist, dass Banken die Baukredite zu einem wesentlich höheren Zinssatz vergeben, wenn der Kunde kein Eigenkapital mitbringt. Diese „Maßnahme“ ist auch durchaus gerechtfertigt, denn mit einem höheren Fremdfinanzierungsanteil steigt für die Bank natürlich auch das Kreditrisiko an, da der Beleihungswert im Verhältnis zum Wert der Immobilie vergleichsweise gering ausfällt. Hat die Immobilie zum Beispiel einen Wert von 100.000 Euro und benötigt der Kunde 60.000 Euro als Kredit, könnte die Bank diese volle Summe mit einer erstrangigen Grundschuld absichern. Müsste der Kunde hingegen die 100.000 Euro in vollem Umfang durch einen Bankkredit finanzieren, hätte der Kreditgeber mit der erstrangigen Grundschuld nur eine Absicherung von 60 Prozent. Ein weiterer Nachteil des Hauskredites ohne Eigenkapital kann sein, dass die monatliche Kreditrate zu hoch oder nur schwer tragbar ist.

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