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Historische Aktien und Wertpapiere für Sammler und Nostalgiker
Schon Johann Wolfgang von Goethe war ein Aktionär. Ihm verdanken wir heute eines der exclusivsten historischen Wertpapiere. Allerdings ist die "Goethe-Aktie“ mit dem Ausstellungsjahr von 1784 noch lange nicht die älteste. Denn die "Vereinigte Ostindische Compagnie“ wurde schon 1602 als erste Aktiengesellschaft der Welt gegründet.



Aus dem Jahr 1606 stammt das älteste Aktienzertifikat, welches noch erhalten ist. Es ist schon erstaunlich, wie weit die Geschichte der Nonvaleurs zurückreicht. Zeigt es doch, dass auch damals schon risikofreudige Geschäftsleute mit Weitblick benötigt wurden, um wirtschaftlichen Aufschwung anzutreiben oder Ideen zu verwirklichen. Nonvaleurs ist der Name für historische Wertpapiere in Fachkreisen und setzt sich zusammen aus dem französischen non für nicht und valeur für Wert, was dann wertlos bedeutet. Dieses Wertlos bezieht sich jedoch rein auf den Börsenwert, nicht auf den Historischen.

Historische Wertpapiere sind weitaus seltener als Münzen oder Briefmarken, da pro Emission, sprich Ausgabe, die Stückzahl meist unter 1000 lag, meist sogar noch weniger. Oft sind nicht mehr als 10-15 Zertifikate einer bestimmten Variante Verfügbar. Trotzdem sind bei Preisen von meist unter 1.000 Euro die Mehrheit der selteneren Papiere durchaus noch erschwinglich. Dies liegt wohl auch daran, dass es weltweit trotz ihrer Seltenheit schätzungsweise mehr als 100.000 Nonvaleurs gibt. Allein die Anzahl von deutschen historischen Aktien liegt bei ca. 30.000 Stück. Als der Reichsbankschatz in Berlin nach Klärung der Besitzrechte versteigert wurde, kamen einige Millionen Inhaberpapiere hinzu. In bisher 3 Versteigerungen wurden die Papiere nach Emissionsstärke versteigert, von viel zu wenig. Die Versteigerungen waren sehr gut besucht und alle angebotenen Titel sind zugeschlagen worden.

Außerdem ist die Vielfalt enorm groß und bietet dem Sammler einen Pool, aus dem er sich ein oder mehrere Sammelgebiete aussuchen kann. Und wie bei allen anderen Sammelgegenständen auch, ist die Erhaltung von großer Wichtigkeit. Dazu hat sich ein System etabliert, welches die Güteklasse der Papiere anzeigt. F wie „fine“ bedeutet, dass die Papiere regem Gebrauch unterlagen, mehrfach gefaltet waren und auch andere Gebrauchsspuren haben und dringend der Restaurierung bedürfen. VF steht für „very fine“ und darf noch kleine Risse am Rand, Knickspuren oder Flecken haben. EF für „extremely fine“ besagt, dass die Papiere kaum Gebrauchsspuren haben. Die höchste Güteklasse ist jedoch UNC was „uncirculated“ bedeutet und ein absolut neuwertiges einwandfreies Papier bezeichnet. Ein Sammler sollte stets bemüht sein, die qualitativ hochwertigsten Stücke zu erwerben.

Das Sammeln von historischen Wertpapieren, auch Scripophilie genannt, erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit, denn es werden kaum noch neue effektive Aktienurkunden gedruckt, und deshalb ist die Scripophilie ein abgeschlossenes Sammelgebiet. Diese Gebiete reichen von Banken über Technologie zur Zoologie und bieten nicht selten mit Gold geschmückte kleine Prachtstücke, welche in Glas gefasst noch jede Wand zieren. Damit ist jeder Sammler in der Lage sich sein eigenes Stilgebiet nach persönlichen Vorlieben zusammen zustellen.

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