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Hochzinsanleihen als renditestarke Geldanlage
Bei vielen Anlegern stehen in Zeiten von sehr niedrigen Zinsen nicht unbedingt verzinsliche Formen der Geldanlagen im Vordergrund, sondern vielmehr alternative Geldanlagen, bei welchem die Rendite nicht aus Zinsen besteht. Das können zum Beispiel Fonds, Aktien oder spekulative Produkte wie Derivate oder Devisen sein.



Dennoch sollte man berücksichtigten, dass es durchaus auch im verzinslichen Bereich noch attraktive Alternativen gibt, die in Form von Zinsen eine sehr gute Rendite anbieten können. Dabei handelt es sich natürlich weder um Spareinlagen noch um Festgeld- oder Tagesgeldkonten. Eine attraktive Rendite im verzinslichen Bereich kann man derzeit im Grunde nur in Form von Hochzinsanleihen erhalten. Daher sind solche Hochzinsanleihen als Geldanlage bei vielen Anlegern mittlerweile sehr begehrt. Generell muss man jedoch daran denken, dass diese hoch verzinslichen Anleihen deutliche Risiken beinhalten und von der Sicherheit her in keiner Weise zum Beispiel mit Bundesanleihen zu vergleichen sind. Hochzinsanleihen werden im Grunde von zwei Arten von Emittenten ausgegeben, nämlich auf der einen Seite von Staaten und auf der anderen Seite von Unternehmen. Ebenso gibt es zwei Hauptgründe dafür, warum die Anleihen einen relativ hohen Zinssatz aufweisen. Der erste Grund besteht darin, dass im jeweiligen Staat, von welchem die Anleihe angeboten wird bzw. wo das Unternehmen als Emittent ansässig ist, ein relativ hohes Zinsniveau herrscht. Wenn der EZB-Leitzinssatz wie momentan nur bei einem Prozent liegt, in Brasilien die Leitzinsen aber zum Beispiel bei fünf Prozent liegen, dann ist es natürlich automatisch so, dass brasilianische Anleihen einen deutlich höheren Zinssatz aufweisen als Bundesanleihen.

Es gibt aber noch einen zweiten Grund, warum Hochzinsanleihen emittiert werden. Der Grund besteht darin, dass der Emittent relativ dringend „frisches“ Kapital benötigt. Damit er dieses möglichst schnell bekommt, macht er seine Anleihen durch einen hohen Zinssatz sehr attraktiv. Im Umkehrschluss bedeutet das für den Anleger allerdings relativ häufig, dass diese Anleihen mit einem recht hohen Risiko behaftet sind. Wenn der Emittent nämlich einen recht hohen Zinssatz zahlen muss weil er dringend Kapital benötigt, dann lässt das auf Probleme im Hinblick auf die Liquidität schließen und das Risiko von Zahlungsausfällen ist erhöht. Somit besteht bei Hochzinsanleihen häufig ein deutlich erhöhtes Emittentenrisiko. Wie der Mechanismus genau funktioniert, konnte man erst vor einigen Monaten am Fall Griechenland verfolgen. Denn trotz des sehr niedrigen Leitzinssatzes musste der Staat Griechenland aufgrund der katastrophalen Haushaltslage für neue Anleihen fast zehn Prozent an Zinsen zahlen, weil sonst kaum ein Anleger diese Rentenpapiere gekauft hätte, und zwar aufgrund der schlechten Bonität von Griechenland.

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