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Höhe der Hypothekenzinsen durch Eigenkapital reduzieren
Die Hypothekenzinsen, die Kreditnehmer im Zuge eines Immobilienkredites zahlen müssen, sind schon seit 2012 auf einem extrem niedrigen Niveau. Je nachdem, für welche Zinsfestschreibung sich der Kunde entscheidet, sind nicht einmal mehr zwei Prozent an Zinsen zu zahlen. Allerdings gelten diese sehr niedrigen Zinsen von teilweise 1,90 Prozent oder weniger keinesfalls für alle Kreditnehmer, denn die Banken machen durchaus Unterschiede, was den einzelnen Kreditnehmer betrifft. Es gibt also in dem Sinne bei kaum einer Bank einen „Einheitszinssatz“, der für alle Kreditnehmer gelten würde.



Neben der Bonität gibt es noch einen zweiten Faktor, der einen großen Einfluss auf die Höhe der Hypothekenzinsen haben kann. Und zwar ist mit diesem Einflussfaktor das Eigenkapital des Kreditnehmers gemeint. Das Eigenkapital hat vor allem deshalb einen großen Einfluss auf die Hypothekenzinsen, weil mit steigendem Eigenkapital das Kreditrisiko sinkt, welches die Bank zu tragen hat. Und zwar sinkt das Kreditrisiko deshalb, weil ein größerer Teil des vergebenen Darlehens durch eine Grundschuld besichert werden kann. Warum dies so ist, lässt sich sehr gut an einem kurzen Beispiel verdeutlichen. Die Banken sichern einen Immobilienkredit fast immer mit einer Grundschuld ab. Allerdings wird diese Grundschuld nur bis zu einem gewissen Teil des Verkehrswertes der Immobilie genutzt. Hat die Immobilie zum Beispiel einen Verkehrswert von 300.000 Euro, so würden die meisten Banken maximal 240.000 Euro mit einer Grundschuld besichern.

Dies hat mit bestimmten Richtlinien zu tun, was die Beleihungsgrenzen betrifft. Falls nun ein Kunde den vollen Kaufpreis von 300.000 Euro über einen Immobilienkredit finanzieren muss und die Bank 200.000 Euro mit einer Grundschuld absichern könnte, würden demnach mitunter bis zu 100.000 Euro als Blankokredit vergeben werden. Könnte der Kunde allerdings zum Beispiel 50.000 Euro an Eigenkapital einbringen, so würde der Immobilienkredit nur noch über 250.000 Euro lauten müssen. Dadurch würde sich der „Blankoanteil“ der Bank um 50.000 Euro reduzieren, was zu einem niedrigeren Kreditrisiko führt. Und genau aus dem Grund sind viele Banken dazu bereit, dem Kunden einen günstigeren Hypothekenzins anzubieten, falls Eigenkapital mit in die Finanzierung eingebracht werden kann. Wer also Guthaben besitzt, die als Eigenkapital dienen können, sollte auf jeden Fall von der Möglichkeit Gebrauch machen, das Eigenkapital mit in die Finanzierung einzubinden.

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