Srbg.de - H O M E
Themen rund um Geld und Finanzen zu den Bereichen Geldanlage, Finanzplanung und Finanzierung




Letzte Beiträge
Kategorien
Meta
Archiv und Websuche


In China Aktien investieren sollten nur erfahrene Anleger
Die Volksrepublik China ist trotz des bisweilen anderen Eindrucks ein kommunistisches Land und damit grundsätzlich eine Planwirtschaft. Erst seit 1976 ist private Marktwirtschaft im Staatsgebiet erlaubt. Obwohl die machthabende Kommunistische Partei Chinas die marktwirtschaftlichen Reformen nur sehr zögerlich anging, boomt die chinesische Wirtschaft seit diesem Zeitpunkt. Das Wirtschaftswachstum hält seit dem uneingeschränkt an. Die chinesische Volkswirtschaft gehört damit zu den international stabilsten und bedeutendsten Systemen.



Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft in den 80er Jahren, parallel zum endgültigen Erreichen kapitalistischer Zustände, mit der Öffnung Chinas auf dem internationalen Börsenmarkt. China errichtete in der Folge eine marktwirtschaftliche Börse in den Handelsstädten Shanghai und Shenzen. Seit diesem Ereignis konnte sich kaum ein Anleger der Kraft der chinesischen Börse entziehen. So stieg der kombinierte Börsenindex der beiden Börsen in Shanghai und Shenzen seit 2006 bereits um ganze 450 Prozent. Die auf dieser Börse notierten Aktienkurse stiegen im Zuge dieser Entwicklung um 150 Prozent. Damit ist die chinesische Börse die international leistungsfähigste und somit die einsame Spitze der Börsen Rankings. Dementsprechend kann die Investition in chinesische Aktien sehr rentabel sein. So groß die Chancen der Gewinne an der chinesischen Börse sind, so groß sind aber auch die Risiken. Denn was für die heimische Börse gilt, gilt für eine solch boomende und damit auch unter deutlichem Druck stehende Börse wie die chinesische schon lange. Deshalb kann die Investition in chinesische Aktien grundsätzlich empfohlen werden, allerdings nur sehr erfahrenen Anlegern. Gute Geschäfte an der chinesischen Börse lassen sich dementsprechend nur machen, wenn der Anleger zumindest die Spielregeln des inländischen Marktes beherrscht. Dies hängt vor allen Dingen von einigen besonderen Umständen des chinesischen Aktienmarktes ab. So zeigen die oben erwähnten extrem hohen Kurse der chinesischen Aktien ganz deutlich die Überbewertung des Marktes. Entsprechend der hohen Gewinnerwartungen ist dieser fest in den Händen der internationalen und chinesischen Zocker. Daraus resultiert nicht nur die schon erwähnte Gewinnchance, vielmehr besteht auch die Gefahr eines Zusammenbruches. Im Fachjargon spricht man hier von dem Platzen der Blase.

Eine Blase ist die chinesische Kursentwicklung deshalb, weil die Börsenkurse ohne Verhältnis zum tatsächlichen Wert der Aktie in die Höhe getrieben wurden. Auch nach Auffassung international renommierter Experten und der chinesischen Anleger selber ist die Frage daher schon lange nicht mehr, ob die Kurse fallen, sondern alleine wann. Der Kursabsturz ist folglich vorprogrammiert. Das stellt natürlich hohe Anforderungen an den Anleger. Dieser muss wissen, wann er sein Engagement am Markt beenden sollte, um die Kurssteigerungen auch tatsächlich zu realisieren und sich vor Verlusten zu schützen. Schon alleine aus diesem Grund sollten nur erfahrene Anleger auch tatsächlich in chinesische Aktien investieren.

Darüber hinaus ist die chinesische Volkswirtschaft auch ganz anders ausgestaltet als die europäische. Folglich unterscheiden sich die börsenrechtlichen Bestimmungen und Vorgänge erheblich. Auch damit werden unerfahrene Anleger ihre Schwierigkeiten haben.

Ähnliche Beiträge:
Copyright © 2003- - Alle Rechte vorbehalten - - -