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Investitionskredit als Förderdarlehen
Allgemein wird ein Investitionskredit von Unternehmen dann aufgenommen, wenn sie ihr Geschäft ausweiten wollen. Von der Spedition, die mit dem Investitionskredit neue Lastwagen anschafft, über den Produktionsbetrieb, der eine zusätzliche Anlage bauen will bis hin zum IT-Dienstleister, der mit Hilfe eines Investitionskredits einen neuen Standort aufbauen kann, sind die Möglichkeiten für den Einsatz eines solchen Darlehens groß. Trotzdem gibt es einige allgemeine Ratschläge, die Unternehmer beachten sollten, bevor sie einen Investitionskredit beantragen.



So ist es in vielen Fällen möglich, einen Investitionskredit als spezielles Förderdarlehen zu erhalten. Entsprechende Programme gibt es etwa von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), aber auch viele Bundesländer und teilweise sogar Städte und Gemeinden haben entsprechende Programme aufgelegt. Dabei wird ein Investitionskredit in der Regel über die Hausbank verliehen, diese ist jedoch lediglich für die Prüfung und Abwicklung des Kreditantrags zuständig. Die Kreditsumme dagegen kommt beispielsweise von der KfW. Der wichtigste Vorteil eines solchen Förderdarlehens sind die günstigen Konditionen. Selbst in Zeiten günstiger Zinsen liegen die Zinssätze für einen solchen Investitionskredit in der Regel noch unter denen der Hausbank. Darüber hinaus profitiert das Unternehmen jedoch noch von anderen vorteilhaften Bedingungen. So ist etwa die Zinsbindung über einen sehr langen Zeitraum möglich, bei der KfW beispielsweise für bis zu 20 Jahre. Zudem können große Investitionen bis zu 100 Prozent finanziert werden; die Höhe der Förderung ist dabei abhängig von der Investition, die im Einzelfall vorgenommen wird.

Um derart günstige Konditionen zu erhalten, muss ein Unternehmen für einen derartigen Investitionskredit natürlich auch gewisse Verpflichtungen eingehen. So wird mit der Gewährung des Darlehens etwa die Zusage verbunden, über einen bestimmten Zeitraum eine Mindestzahl an Arbeitsplätzen zu erhalten oder sogar neue Stellen zu schaffen. Da ein Investitionskredit in vielen Fällen genau für einen solchen Zweck verwendet werden soll, scheint dies auf den ersten Blick kein Problem zu sein. Allerdings ist die Entwicklung des jeweiligen Geschäftsfelds nicht auf Jahre hinaus absehbar; kommt es im Laufe der Zeit zu Schwierigkeiten, kann es sein, dass gewisse Strafzahlungen fällig werden. Trotz dieser Bedingungen ist ein Investitionskredit von einem Institut, das für die Förderung von Unternehmen zuständig ist, in der Regel eine hervorragende Alternative zu gewöhnlichen Bankdarlehen. Die unternehmerische Freiheit, die man mit einem Kredit von der Hausbank gewinnt, erkauft man sich in den meisten Fällen mit deutlich ungünstigeren Konditionen. Diese können ein Investitionsvorhaben manchmal sogar unrentabel machen.

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