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Ist die Geldanlage in Risikoanlagen sinnvoll?
Als Risikoanlagen werden Anlageformen bezeichnet, welche mit einem hohen Verlustrisiko verbunden sind. In nicht wenigen Fällen ist sogar der Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Eine sehr beliebte Form einer Risikoanlage ist der Kauf von Optionsscheinen, mit welchen der Anleger eine Wette auf den künftigen Kurs eines Wertpapieres oder auch auf die Preisentwicklung bei landwirtschaftlichen Produkten eingeht. Wenn der Anleger sich hinsichtlich der Preis- oder Kursentwicklung verschätzt, verliert er unter Umständen seinen gesamten Einsatz.



Weitere beliebte Risikoanlagen sind geschlossene Immobilienfonds und Schiffsbeteiligungen. Das Risiko bei geschlossenen Schiffsfonds besteht darin, dass in den vergangenen Zeiten die meisten auf diese Weise finanzierten Seeschiffe ihre Renditeerwartung nicht erfüllen konnten. Relativ neu ist, dass private Anleger Agrarzertifikate kaufen. Da es kaum möglich ist, die Preise auf dem Agrarmarkt langfristig vorherzusagen, führt das entsprechende Engagement oft zu Verlusten. Dass selbst als sicher geltende Aktien zu einer Risikoanlage mutieren können, haben vor einigen Jahren die Anleger am Neuen Markt besonders schmerzhaft erfahren, als ein großer Teil der Papiere sehr schnell nahezu wertlos wurde. Aber auch als Folge der letzten Finanzkrise sind fast alle Aktienwerte spürbar gefallen. Dennoch lassen sich im DAX notierte Aktien nicht als riskante Anlagen einstufen, da die Verluste moderat ausfielen und sich die Kurse teilweise bereits wieder erholt haben. Zudem tritt ein realer Verlust nur ein, wenn der Anleger seine Papiere verkauft. Die vor wenigen Jahren erfolgte Insolvenz einer börsennotierten Luftschiff-Werft zeigte jedoch deutlich, dass in Einzelfällen selbst der Totalverlust bei Aktien möglich ist. Risikoanlagen bieten dem Anleger neben der Gefahr hoher Verluste selbstverständlich auch die Möglichkeit zu beachtlichen Gewinnen, zumal ohne eine angemessene Risikoprämie so gut wie kein Anleger riskante Anlageformen wählen würde.

Der Erwerb von Risikopapieren ist nur für Menschen sinnvoll, welche bereit sind, den teilweisen oder vollständigen Verlust des für diese eingesetzten Vermögens zu akzeptieren. Selbstverständlich muss jeder Anleger auch darauf achten, maximal den Betrag für riskante Anlagen einzusetzen, dessen Verlust keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten verursacht. Somit bilden Risikoanlagen bei einem verantwortlich geführten Anlagekonto immer nur einen kleinen Teil des Vermögens ab, während der größte Teil der Geldanlage in sicheren Anlagen investiert ist. Der Gesetzgeber schützt den Anleger vor übermäßig starken Risikoanlagen und hat den Vertrieb traditioneller Hedgefonds in Deutschland gegenüber privaten Anlegern unterbunden; die für den Privatkundenbereich zugelassenen Dachhedgefonds sind in der Realität jedoch ebenfalls sehr riskant. Bei dieser Form der Risikoanlage ist der Emittent zudem gesetzlich verpflichtet, Warnhinweise hinsichtlich der Verlustmöglichkeiten des eingesetzten Kapitals im Verkaufsprospekt anzugeben.

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