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Kann ein Azubi Kredite aufnehmen?
Seit der Erhebung der Studiengebühren und der steigenden Kosten zur Finanzierung des Studiums entscheiden sich immer mehr Schulabsolventen für eine Ausbildung, um früh praktische Erfahrungen zu sammeln, die für den späteren Beruf von entscheidender Bedeutung sein können. Jedoch bedeutet eine Ausbildung oftmals auch eine finanzielle Belastung, da die Kosten für Lern- und Arbeitsmaterial oftmals sehr hoch ausfallen.



In einigen Fällen müssen Auszubildende aufgrund der Ausbildungsstätte umziehen oder verlassen das Elternhaus, um sich selbständig zu machen. Gerade für solche Auszubildende erweist es sich als kompliziert alle anfallenden Kosten aus eigener Kraft zu tragen. Zwar verfügen Auszubildende über ein geregeltes Einkommen, jedoch reicht dieses nur in sehr seltenen Fällen zur Finanzierung von Miete, Nahrung und Lernmaterial aus. An diesem Punkt ziehen immer mehr Auszubildende einen Kredit in Erwägung, um sich auf die Dauer der Ausbildung einen finanziellen Spielraum und Unabhängigkeit zu schaffen, die eine Konzentration auf die Ausbildung bei weitem erleichtern.

Aufgrund des geregelten Einkommens ist es generell für jeden Auszubildenden möglich einen Kleinkredit aufzunehmen oder ein Dispo- Limit bei der Bank einzurichten. Kleinkredite können gerade dann von Nutzen sein, wenn kurzfristig höhere Ausgaben anfallen oder einmalig größere Anschaffungen zu machen sind. Hierbei liegt die Kredithöhe je nach Bank zwischen 500 bis 5000 Euro, wobei die jährliche Ausbildungsvergütung entscheidend für die Höhe des Kredites ist. Erst ab monatlich 400 Euro kann ein solcher Kredit aufgenommen werden. Viele Banken bieten speziell für Auszubildende besonders niedrige Zinssätze zwischen drei bis fünf Prozent an. Solche Kredite sollten trotz aller Vorteile wohl bedacht sein, da es ohne finanzielle Sicherheiten und Rücklagen schnell zu Verschuldungen kommen kann, die sich nach Abschluss der Ausbildung belastend auswirken können.

Zudem besteht bei den meisten Banken die Möglichkeit ein Dispo- Limit einzurichten. Auf diese Weise kann das Konto bei Bedarf um eine bestimmte Summe überzogen werden. Diese Summe richtet sich ebenfalls nach dem monatlichen Einkommen. Das Dispo- Limit ermöglicht eine Kontoüberziehung um bis zu 100%. Am Monatsende wird die überzogene Summe automatisch von der Bank wieder eingezogen, um das Konto auszugleichen. Jedoch kann das Konto hier nach Belieben immer wieder von Neuem überzogen werden, ohne das die Gefahr einer Verschuldung besteht.

Eine andere Möglichkeit der Finanzierung stellen Zuschüsse wie das staatliche BAföG oder der Bildungskredit dar. Auszubildende haben beim BAföG die Möglichkeit je nach Höhe des Einkommens monatlich zwischen 212 bis 514 Euro an Förderung zu erhalten. Voraussetzung für die Förderung ist der Besuch einer Berufsfachschul- oder Fachschulklasse, deren Ziel ein berufsqualifizierender Abschluss ist. Da Ausbildungen in der Regel im Rahmen eines theoretischen und praktischen Teils absolviert werden müssen können die meisten Auszubildenden diese Art des BAföGs zu nutzen oder auf den Bildungskredit ausweichen. Hierbei zahlt die KfW Förderbank monatlich Summen von bis zu 300 Euro. Insgesamt beträgt die Förderungshöchstgrenze 7200 Euro.

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