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Kann man bei der Geldanlage Banken vertrauen?
Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, wie der Kunde aus der Vielfalt der Produkte im Anlagebereich das für ihn passende Produkt und die individuelle Investition finden kann. Entweder er beschäftigt sich selber mit dem Finanzbereich und vergleicht verschiedenen Anlagemöglichkeiten miteinander, was natürlich einen sehr hohen zeitlichen Aufwand und eine gewisse Fachkenntnis voraussetzt. Die andere Möglichkeit ist es, sich bei der Bank oder Sparkasse beraten zu lassen.



Auch wenn die Banken vom Grundsatz her den Kunden neutral und objektiv beraten sollten, und auch das den jeweiligen Kunden passende Produkt mit ihm zusammen herausfinden sollten, so ist eine gewisse Subjektivität bei der Anlageberatung dennoch oftmals gegeben. Man kann der Bank also nur bedingt vertrauen, wenn es darum geht, das passende Produkt zu finden. Diese leichte Subjektivität lässt sich vor allem damit erklären, dass im Rahmen der Verbundpartner nahezu jede Bank Finanzprodukte aus allen Bereichen anbieten kann, von der Lebensversicherung, über den Bausparvertrag, bis hin zu Investmentfonds und den eigenen hauseigenen Produkten. Von daher ist es oftmals der Fall, wenn ein Kunde zum Beispiel in einen Investmentfonds investieren möchte, dass die Bank einen Fonds der eigenen Fondsgesellschaft empfiehlt (bzw. des Verbundpartners), obwohl vielleicht der Fonds einer anderen Investmentgesellschaft im individuellen Fall für den Kunden besser wäre.

Diese manchmal fehlende Objektivität ist allerdings nicht nur zu beobachten, wenn es darum geht, bei welcher Gesellschaft man ein bestimmtes Produkt erwerben soll, sondern auch bei der Frage, welche Produktart man für die Geldinvestition bevorzugen soll. Dieses lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen. Angenommen, ein Kunde möchte beispielsweise einen Betrag von 100 Euro monatlich auf längere Sicht hin regelmäßig sparen, und die Sicherheit der Anlage steht im Vordergrund der Anlagemotivation. Da der Kunde weder den Kauf eines Hauses (Wohnung), noch sonstige bauliche Maßnahmen plant, wäre der Abschluss eines Bausparvertrages an dieser Stelle nicht sinnvoll, auch wenn dieser zum regelmäßigen Sparen verwendet werden kann. Die richtige Anlageentscheidung wäre im genannten Fall entweder ein Sparvertrag der Bank, oder auch eine Kapitallebensversicherung, da bei beiden Produkten die hohe Sicherheit im Vordergrund steht. Welches der Bankberater nun von diesen beiden Produkten dem Kunden empfehlen wird, hängt nicht nur von der individuellen Paßgenauigkeit für die Bedürfnisse des Kunden ab, sondern auch von der Zielvorgabe für die Berater seitens der Bank. Sollen mehr bankeigene Produkte verkauft werden, wird der Berater häufig den Banksparvertrag empfehlen, sollen eher Verbundprodukte verkauft werden, wird sicherlich häufiger die Lebensversicherung empfohlen.

Würde der Bankberater die Produktempfehlung ausschließlich nach den Bedürfnissen des Kunden ausrichten, müsste man die Beratung noch ausweiten. Eine Kapitallebensversicherung macht zum Beispiel weniger Sinn, wenn keine Familie und Angehörige zum Absichern da sind, da ein größerer Teil der Rendite für die Risikoabsicherung verwendet wird, und damit für den Kunden wegfällt. Zusammenfassend kann man sagen, dass man der Anlageempfehlung der Bank nicht blind vertrauen sollte.

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