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Kapitalbindung und Kapitalbindungsdauer bei Anlageprodukten
Kapital ist heutzutage ein Faktor, der ein unverzichtbarer Teil des gesamten Wirtschaftskreislaufs ist. Unternehmen investieren Kapital und Privatpersonen konsumieren, was in beiden Fällen sehr wichtig für eine gute wirtschaftliche Entwicklung ist. Wer zum Beispiel als Anleger bei der Bank Kapital auf einem Konto anlegt, der sorgt damit dafür, dass die Bank dieses Geld an andere Kunden verleihen kann, damit diese Kunden wiederum Konsumausgaben finanzieren können. Bei den Geldanlagen kann der Anleger aus vielen Produkten wählen, wobei unter anderem auch die Verfügbarkeit der Anlage nicht selten ein Entscheidungskriterium ist.



In engem Zusammenhang mit der Verfügbarkeit des angelegten Kapitals steht die sogenannte Kapitalbindung. Das wesentliche Merkmal der Kapitalbindung ist, dass der Kunde sein Kapital nicht zu jedem gewünschten Zeitpunkt verfügen kann. Im Bereich der Anlageprodukte unterscheidet man daher auch die Anlagen mit und die Geldanlagen ohne eine solche Kapitalbindung. Der Zeitraum, für den der Anleger sein Kapital mit der jeweiligen Anlage mindestens gebunden hat, wird auch als Kapitalbindungsdauer bezeichnet. Wie groß dieser Zeitraum dann ist, richtet sich nach dem jeweiligen Anbieter bzw. nach dem gewählten Anlageprodukt. Zunächst einmal lassen sich jedoch einige Anlageformen finden, die keine Kapitalbindung und somit auch keine Kapitalbindungsdauer beinhalten. Kennzeichnend für die Anlageprodukte ist, dass für den Anleger stets die Möglichkeit besteht, sein investiertes/angelegtes Kapital zurückerhalten zu können. Zu den bekanntesten Anlageprodukten ohne Kapitalbindung zählen sicherlich die Tagesgeldanlage, bestimmte Spareinlagen, Investmentfonds und Aktien. Darüber hinaus zählen auch viele Anleihen zu den Produkten ohne Kapitalbindung. Zwar haben die Anleihen immer ein Fälligkeitsdatum und eine Laufzeit, jedoch können die meisten Anleihen jederzeit über die Wertpapierbörsen verkauft werden.

Insofern liegt auch hier in dem Sinne keine bestimmte Kapitalbindungsdauer vor. Neben den Anlageformen ohne Kapitalbindung gibt es aber natürlich auch Finanzprodukte, die eine solche Kapitalbindung als Eigenschaft aufweisen. Die Auswirkung der Bindung des Kapitals führt dann dazu, dass man nur zu einem bzw. ab einem bestimmten Zeitpunkt über sein Kapital verfügen kann. Unter anderem zählt zum Beispiel auch das Festgeld zu diesen Anlageformen mit einer bestimmten Kapitalbindungsdauer, die der Kunde mit der Bank vereinbaren kann. Üblicherweise ist das Kapital dann zwischen einem und bis zu 120 Monaten auf dem Festgeldkonto ohne Verfügungsmöglichkeit gebunden. Auch Sparbriefe und geschlossene Fonds zählen zu den Anlageformen, die stets mit einer gewissen Kapitalbindungsdauer ausgestattet sind. Bevor man sich als Anleger für eine Anlage mit einer Kapitalbindung entscheidet, sollte man sich sehr genau überlegen, ob man das Kapital vor Ablauf der Kapitalbindungsdauer auch wirklich nicht benötigt. Denn vorzeitige Verfügungen hängen dann von der Kulanz der Bank ab und sind oftmals nicht zulässig.

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