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Kapitalmarktzins als Basis für viele verzinsliche Anlagen
Manche Anleger fragen sich wahrscheinlich, auf welcher Basis die Banken eigentlich die Zinsen festlegen, die sie für verschiedene Geldanlagen zahlen. Nicht nur die Banken, sondern auch andere Emittenten von Wertpapieren und sonstigen Anlageformen haben eine bestimmte Bezugsgröße, auf deren Basis sie den Zinssatz festlegen, den sie potenziellen Anlegern zahlen möchten. Diese Bezugsgröße sind in der Regel die Kapitalmarktzinsen, die als Basis für viele verzinsliche Anlagen genutzt werden. Es handelt sich bei dem Kapitalmarktzins im Prinzip um einen Durchschnittszinssatz, der am Kapitalmarkt für mittel- bzw. langfristige Anlagen gezahlt wird.



Der Kapitalmarktzins richtet sich wiederum in hohem Maße nach den Leitzinsen, die von der Europäischen Zentralbank festgelegt werden. Es gibt allerdings keine direkte Kopplung der Kapitalmarktzinsen an die Leitzinsen. Bewegen sich die Kapitalmarktzinsen zum Beispiel auf einem relativ geringen Niveau, wie es aktuell in 2013 der Fall ist, so werden die Banken und sonstigen Emittenten auch nur relativ niedrige Zinsen für ihre Anlagen zahlen. Deutlich zu erkennen ist dies zum Beispiel, wenn man sich aktuell als Anleger anschaut, welche Zinsen auf einem Tagesgeldkonto noch zu erhalten sind. Kaum eine Bank bietet hier noch mehr als 1,8 Prozent an, was ein vergleichsweise geringer Zinssatz ist. Denn vor etwa drei Jahren, als auch die Kapitalmarktzinsen sowie die EZB-Leitzinsen noch auf einem deutlich höheren Niveau waren, bewegten sich die Tagesgeldzinsen mitunter bei drei oder sogar vier Prozent.

An dieser Entwicklung ist sehr gut festzumachen, in welcher Abhängigkeit die Anlagezinsen zu den Kapitalmarktzinsen bzw. EZB-Leitzinsen stehen. Eine wichtige Rolle spielen die Kapitalmarktzinsen auch im Bereich der Kapitallebensversicherungen. Zunächst einmal gibt es bei diesen Versicherungen einen Garantiezins, den der Versicherer auf jeden Fall zahlen muss. Dieser Garantiezins wird dem Versicherungsnehmer für die gesamte Laufzeit der Versicherung zugesagt, selbst wenn die Kapitalmarktzinsen im Laufe der Jahre fallen sollten. Für die Versicherungsgesellschaften kann dies durchaus ein Problem darstellen, denn diese legen die Beiträge der Versicherten meistens in Kapitalmarktpapiere an, für die sie ebenfalls Zinsen erhalten. Sind diese Zinsen jedoch relativ gering, kann es sein, dass der Garantiezins höher als der Zinsertrag ist, den die Versicherungsgesellschaft erwirtschaften kann. In diesem Fall würde die Versicherungsgesellschaft quasi einen Zinsverlust erleiden.

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