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Konditionen von Policendarlehen auf Lebensversicherungen
Für viele Menschen sind Lebensversicherungen, insbesondere Kapitallebensversicherungen, ein wichtiger Baustein der privaten Vorsorge, denn sie verbinden die Absicherung der Familie mit der Zahlung einer Kapitalsumme im Alter. Im Laufe des Lebens können jedoch immer wieder finanzielle Probleme auftreten, bei denen das Geld, welches in der Lebensversicherung bereits enthalten ist, weiterhelfen würde. Die Alternative zur Kündigung der Lebensversicherung, bei der ohnehin mit Verlusten aufgrund von Gebühren oder Stornokosten zu rechnen ist, ist ein so genanntes Policendarlehen. Hierdurch bleiben die Versicherung sowie der Todesfallschutz bestehen.



Ein Policendarlehen kann von allen Bankkunden, sowohl von Angestellten wie auch von Selbstständigen oder Arbeitslosen, aufgenommen werden, denn die Bank erhält hiermit eine 100%ige Absicherung. Wird das Policendarlehen von Geschäftskunden aufgenommen, können die Zinsausgaben hierfür sogar als Betriebsausgaben angesetzt werden. Aber auch im Bereich der Baufinanzierung sind Darlehen, die durch Beleihung einer Lebensversicherung vergeben werden, möglich. Policendarlehen werden auch als endfällige oder tilgungsfreie Darlehen bezeichnet. Die Laufzeit des Darlehens richtet sich in erster Linie nach der Laufzeit der Lebensversicherung. Während der Laufzeit bezahlt der Kunde nur die Zinsen, am Ende erfolgt die Rückzahlung in einer Summe durch Auszahlung der Lebensversicherung. Um der Bank die Sicherheit zu geben, dass am Ende der Laufzeit die Vertragssumme auch an sie ausgezahlt wird, müssen die Ansprüche an die Bank abgetreten werden. Hierzu wird das Original der Versicherungspolice an die Bank eingereicht, gleichzeitig erfolgt eine Anzeige an die Versicherungsgesellschaft, die die Abtretung noch bestätigen muss. Der Versicherungsnehmer verpflichtet sich mit der Abtretung der Versicherung aber auch, die Beiträge weiterhin zu bezahlen. Ist dies nicht der Fall, wird die Versicherung die Bank hiervon unterrichten.

Werden die fälligen Beiträge nicht nachbezahlt, kann dies unter Umständen zur Kündigung des Policendarlehens führen. In welcher Höhe das Darlehen vergeben werden kann, richtet sich nach dem aktuellen Rückkaufswert der Versicherung, der bei der jeweiligen Gesellschaft durch die Bank angefragt wird. In der Regel erfolgt die Kreditvergabe zu mindestens 90% dieses Rückkaufswertes, oftmals wird das Darlehen auch zu 100% vergeben. Aufgrund der Absicherung der Bank müssen Kunden, die ein solches Darlehen aufnehmen wollen, in der Regel keine weiteren Sicherheiten bieten. Auch die Einreichung von Gehaltsnachweisen oder Bilanzen bei Selbstständigen entfällt. So haben auch Menschen mit finanziellen Problemen häufig die Möglichkeit, das Darlehen zu erhalten. Ein weiterer Vorteil des Policendarlehens ist seine Flexibilität, denn die Rückzahlung kann jederzeit teilweise oder vollständig erfolgen. Die Konditionen für Policendarlehen orientieren sich natürlich am Leitzins der Europäischen Zentralbank. Sie liegen aktuell, je nach Bank, zwischen 6-9% p.a. und somit nur geringfügig über den Konditionen für Baufinanzierungen. Anbieter für Policendarlehen sind alle Banken sowie auch die Versicherer. Diese berechnen jedoch meist einen höheren Zins, was Vergleiche notwendig macht.

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