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Konstruktion und Erklärung der Bonus-Zertifikate
Spekulativ eingestellte Anleger können heutzutage aus zahlreichen Zertifikaten wählen, die in die große Gruppe der Derivate fallen. Rechtlich betrachtet handelt es sich dabei um Schuldverschreibungen, die meistens von Banken ausgegeben werden. Die Zertifikate selbst lassen sich wiederum in unterschiedliche Typen einteilen, wie zum Beispiel in Garantiezertifikate, Knock-out-Zertifikate oder Open-End-Zertifikate. Bei den meisten Schuldverschreibungen dieser Art handelt es sich um sogenannte Index-Zertifikate. Diese beziehen sich meistens auf einen Aktienindex, wie zum Beispiel auf den DAX. Zu den häufig gehandelten Derivaten dieser Art gehören insbesondere auch die sogenannten Bonus-Zertifikate.



Grundsätzlich sind zwar alle Zertifikate mit gewissen Risiken ausgestattet, aber dennoch gibt es größere Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten. Neben den Garantiezertifikaten gehören die Bonus-Zertifikate sicherlich zu den Varianten, die noch mit der größten Sicherheit ausgestattet sind. Im Grunde ist die Bezeichnung Sicherheit an dieser Stelle allerdings nicht korrekt, denn natürlich besteht auch bei Bonus-Zertifikaten das Risiko, dass der Anleger Kursverluste erleiden kann. Darüber hinaus sind sämtliche Schuldverschreibungen dieser Art mit einem Emittentenrisiko ausgestattet. Sollte die Bank als Emittent der jeweiligen Zertifikate nämlich insolvent werden, so würde dies dazu führen, dass der Anleger aller Voraussicht nach sein Kapital verlieren würde. Bonus-Zertifikate als solche zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie mit einem überdurchschnittlichen Ertrag ausgestattet sind.

Der Bonus führt dazu, dass der Inhaber des Zertifikates eine Rendite erzielen kann, die höher als bei vielen anderen Zertifikatsarten ist. Der Bonus hat allerdings einen Preis, nämlich dass die möglichen Gewinnchancen begrenzt sind. Während es bei anderen Zertifikaten häufig so ist, dass der Inhaber uneingeschränkt an Gewinnen des Basiswertes teilhaben kann, gilt für Bonus-Zertifikate, dass der erzielbare Ertrag gedeckelt ist. So kann es beispielsweise sein, dass der DAX als Basiswert eines Bonus-Zertifikates während der Laufzeit um zehn Prozent steigt, der Anleger allerdings nur mit einem Anteil von fünf Prozent an dieser positiven Entwicklung beteiligt wird. Allerdings besitzen Bonus-Zertifikate eine Art Risikopuffer, was die vergleichsweise hohe Sicherheit erklärt. Der Anleger wird nämlich nicht sofort an Verlusten beteiligt, sondern erst unter der Voraussetzung, dass diese eine gewisse Grenze überschreiten.

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