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Kredite in der Schweiz werden weniger restriktiv vergeben wie in Deutschland
Die Kreditvergabe in Deutschland ist mit hohen Anforderungen an den Kreditsuchenden verbunden. Diese Anforderungen haben sich nach der Einführung von Basel II, den neuen Eigenkapitalrichtlinien der Banken, noch weiter verschärft. Hiervon sind vor allem kleinere und mittlere Unternehmen betroffen, die entweder keine oder nur noch sehr teure Kredite erhalten. Auch Privatpersonen, die die geforderten Voraussetzungen nicht erfüllen, erhalten grundsätzlich keinen Kredit in Deutschland.



Zu den wichtigsten Voraussetzungen der Kreditvergabe in Deutschland gehören ein regelmäßiges Einkommen sowie die Kapitaldienstfähigkeit. Diese ist nur dann gegeben, wenn das Einkommen sowohl zur Bestreitung des Lebensunterhalts als auch für die Miete sowie die beantragte Kreditrate ausreicht. Oftmals setzen die Banken jedoch sehr hohe Lebenshaltungspauschalen an, die viele Geringverdiener oder Menschen mit einem niedrigen Stundenlohn nicht aufbringen können. Doch auch wenn die Voraussetzungen gegeben sind, können Kredite in Deutschland nur vergeben werden, wenn die Daten der Schufa einwandfrei sind, wenn hier also keine Kreditkündigungen oder Insolvenzen gespeichert sind, denn auch dann ist keine Kreditvergabe möglich. Aus diesen Gründen werden in Deutschland bei den hier ansässigen Banken ca. 40% aller Kreditanträge abgelehnt. Die Alternative sind jedoch Kredite aus dem Ausland. Vor allem Schweizer Banken drängen auf den deutschen Markt und werben mit weitaus weniger Vorschriften für Kreditvergaben, weiterhin können sogar Menschen mit einem Schufa-Eintrag Kredite erhalten. Dies ist jedoch nicht 100%ig korrekt. Zwar vergeben Schweizer Banken Kredite auch ohne die Auskunft der Schufa-Daten, diese Kredite sind aber meist betragsmäßig begrenzt, und zwar auf 3.500 Euro. Weiterhin müssen diese Kredite in einer relativ kurzen Zeit von 40 Monaten zurückgezahlt werden, die Zinssätze sind ebenfalls höher als in Deutschland.

Als weiteres sollte beachtet werden, dass auch Schweizer Banken Kredite nicht ohne die Prüfung der Bonität des Antragstellers vergeben. Dieser muss sein Einkommen per Gehaltsnachweis belegen, weiterhin sind Einkommen über der deutschen Pfändungsfreigrenze notwendig. Gerade bei Mehrpersonenhaushalten muss dann das Einkommen dann sehr hoch sein, um überhaupt Kredit beantragen zu können. Kredite an Arbeitslose oder an Selbstständige werden auch in der Schweiz nicht vergeben.

Eine weitere Voraussetzung für die Kreditvergabe Schweizer Banken ist, dass der Arbeitsplatz seit mindestens sechs Monaten besteht und die Probezeit abgelaufen ist. Die gleiche Bedingung müssen auch Kreditnehmer in Deutschland erfüllen.

Fazit: Schweizer Kredite sind eine wirkliche Alternative für Menschen mit einem Schufa-Eintrag, die über ausreichendes Einkommen verfügen. Menschen jedoch, die von der deutschen Bank wegen zu geringem Einkommen abgelehnt wurden, werden auch in der Schweiz nicht fündig. Die einzige Alternative sind hier Kredite von privat, etwa aus dem Freundes- oder Familienkreis, denn hier wird in der Regel keine Bonitätsprüfung stattfinden.

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