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Kredite mit langer Laufzeit sind teurer als kurzfristige Kredite
Ein Kredit ermöglicht dem Einzelnen, seinen finanziellen Spielraum zu erweitern und kurzfristig größere Anschaffungen zu verwirklichen. Das Wort Kredit leitet sich ursprünglich aus dem Lateinischen Begriff "credere“ ab, was übersetzt so viel wie "glauben“ bedeutet.



Die Anfänge der Kreditgeschäfte gehen zurück bis ins frühe Mittelalter. Damals suchte der Adel zumeist wohlhabende Geschäftsleute auf, um seinen hohen Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Des Weiteren benötigten die Königs- und Fürstenhäuser Kapital, das sie für die Durchführung von Kriegen und Landeroberungen benötigten. Bereits damals erhoben die Kreditgeber einen Anteil der Kreditsumme als ihren Gewinn, den so genannten Zins. Aus den ersten vereinigten Kreditgesellschaften entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte die Genossenschaftsbanken, die öffentlich-rechtlichen und privaten Kreditinstitute.

Schon damals berechneten die Kreditgeber einen gewissen Anteil der Kreditsumme als ihre Provision, die sie mit dem Risiko des Kapitalverleihens begründeten. Diese Denkweise hat sich bis heute nicht geändert. Je höher das Risiko des Geld Verleihens für ein Kreditinstitut ist, umso höher wird der Gewinnanteil des Kreditgebers ausfallen. Dieser wird als Zins bezeichnet. Entschließt sich der Einzelne einen Kredit aufnehmen zu wollen, wendet er sich hierzu an ein Kreditinstitut seiner Wahl. Nach der Prüfung der Bonität, also der Zahlkraft, des Kunden und der Abfrage bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung („Schufa“) sowie der Prüfung vorhandener Sicherheiten, also beispielsweise der Besitz von Immobilien oder ein gültiger und unbefristeter Arbeitsvertrag, wird ein Kreditvertrag aufgesetzt, in dem alle relevanten Kreditmodalitäten festgehalten werden. Hierzu gehört neben der veranschlagten Kreditsumme natürlich die Kreditlaufzeit. In dieser zahlt der Kunde monatlich einen festgelegten Betrag nebst Zinsen an den Kreditgeber zurück. Die Höhe der Zinsen bemisst sich nicht nur an den Sicherheiten, die der Kunde bei Kreditvertragsabschluss dem Kreditinstitut vorlegen konnte, sondern ebenso an der Höhe und der Laufzeit des Kredites. Dies lässt sich leicht nachvollziehen. Je länger die Kreditlaufzeit ist, umso länger muss der Kreditgeber schließlich auf sein verliehenes Kapital verzichten. Mit längerer Laufzeit steigt zusätzlich das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers. Für diese verschiedenen Risiken lässt sich der Kreditgeber durch einen höheren Zins entschädigen. In der Regel variieren die Laufzeiten für einen Privatkredit zwischen 12 und 120 Monaten. Der Kunde sollte sich also vorab bewusst machen, dass die Zinsansprüche des Kreditgebers umso niedriger ausfallen, je kürzer die gewählte Kreditlaufzeit ist.

Es empfiehlt sich für den Kreditnehmer im Übrigen über die Aufnahme einer Restschuldversicherung nachzudenken. Diese bewahrt ihn im Falle einer längeren Arbeitsunfähigkeit oder Erwerbslosigkeit vor der Zahlungsunfähigkeit.

Ist die Prüfung der Kreditwürdigkeit des Kunden seitens des Kreditgebers positiv ausgefallen und ein Kreditvertrag zustande gekommen, so erhält der Kreditnehmer in der Regel innerhalb weniger Tage die Kreditsumme auf sein Girokonto überwiesen. In Einzelfällen kann dies auch in bar ausgezahlt werden.

Durch die stetig wachsende Zahl an Kreditanbietern sollte der Kreditnehmer zudem vorab einen Vergleich der Leistungen des Kreditgebers durchführen. So sind nicht immer zwangsläufig die günstigsten Kreditangebote die besten für die Bedürfnisse des Einzelnen.

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