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Lebensversicherung beleihen und Policendarlehen erhalten
Nach wie vor entscheiden sich viele Verbraucher hierzulande für den Abschluss einer Lebensversicherung. Manche Bürger wählen ausschließlich den Risikoschutz und entscheiden sich dementsprechend für eine Risikolebensversicherung. Andere Kunden möchten hingegen den Todesfallschutz gleichzeitig mit dem Aufbau einer Altersvorsorge verbinden, weshalb die Entscheidung dann oftmals auf eine Kapitallebensversicherung fällt. Vor allem aus Sicht der Lebensversicherer ist es allerdings bedauerlich, dass rund 40 Prozent aller Versicherten, die sich für den Abschluss einer Kapitallebensversicherung entscheiden, die Versicherung bereits vor dem Fälligkeitstermin wieder auflösen.



Manchmal vergehen nicht einmal zwei oder drei Jahre nach Abschluss der Versicherung, bis der Vertrag von Kundenseite aus wieder aufgelöst wird. Eine solch vorzeitige Auflösung sollte sich der Kunde allerdings gut überlegen, denn die vorzeitige Vertragsauflösung ist in den meisten Fällen mit finanziellen Nachteilen verbunden. Wer die Vertragsauflösung aus finanziellen Gründen vornehmen möchte, weil die monatlichen Beitragszahlungen beispielsweise nicht mehr tragbar sind oder Kapitalbedarf vorhanden ist, dem stehen allerdings neben der Kündigung und der Auflösung des Vertrages Alternativen zur Verfügung. Sollten beispielsweise die zu zahlenden Beiträge derzeit nicht tragbar sein, so ist es bei den meisten Versicherern möglich, eine Beitragsaussetzung von maximal zwölf Monaten zu vereinbaren. Sind hingegen nicht die monatlichen Beiträge das Problem, sondern hat der Kunde Kapitalbedarf und muss daher den aktuellen Rückkaufswert der Versicherung dazu verwenden, diesen Bedarf zu decken, so kommt eine reine Aussetzung der Beitragszahlung nicht infrage. Stattdessen gibt es in diesen Fällen zum Beispiel die Möglichkeit, die Lebensversicherung zu beleihen.

In diesem Fall erhält der Kunde ein sogenanntes Policendarlehen, welches sowohl von einigen Lebensversicherern als auch von Banken vergeben wird. Es handelt sich beim Policendarlehen um einen bestimmten Kredit, der stets in Verbindung mit der Beleihung einer Lebensversicherung steht. Diese Beleihung fungiert als Kreditsicherheit, denn der Kreditnehmer kann damit kalkulieren, dass er im Falle der Nichtrückzahlung des Darlehens auf den Rückkaufswert der Lebensversicherung zugreifen kann. Aus diesem Grund wird die Lebensversicherung auch an den jeweiligen Kreditgeber als Sicherheit abgetreten. Grundsätzlich werden Policendarlehen in vielen Fällen zu einem recht günstigen Zinssatz angeboten, was unter anderem damit zu tun hat, dass die Abtretung der Lebensversicherung bzw. der Rückkaufswert der Kapitallebensversicherung eine gut kalkulierbar und sehr sichere Kreditsicherheit darstellt. Ist das Policendarlehen vollständig zurückgezahlt, so wird die Abtretung der Lebensversicherung rückgängig gemacht, sodass der Kunde wie zuvor weiterhin in den Vertrag einzahlen kann. Der Vorteil der Abtretung besteht zudem darin, dass der vereinbarte Todesfallschutz auch während der Darlehensphase besteht.

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