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Manchmal kann ein gratis Girokonto letztlich teurer werden
Im Finanzbereich gibt es viele Angebote, die für den Kunden besonders attraktiv sind. Dieses gilt sowohl für den Kreditbereich, als auch für den Bereich der Geldanlage oder des Girokontos. Gerade der Markt der Girokonten ist sehr stark umkämpft, da das Girokonto als Zugang zum Kunden und als Grundlage für die gesamte Kundenverbindung gilt. Von daher werden inzwischen von vielen Banken kostenlose Girokoten angeboten.



Diese gratis Girokonten haben für den Kunden mitunter eine erhebliche Kostenersparnis. Je nach Umfang der Geschäftstätigkeit, kann der Kunde hier zwischen 50 und 200 Euro im Jahr an Kontogebühren einsparen. Dennoch kann auch ein Gratis Girokonto insgesamt teurer sein, als ein kostenpflichtiges Girokonto, und zwar in erster Linie durch Inanspruchnahme des Dispositionskredites, aber auch durch "versteckte" Kosten, wie zum Beispiel hohe Gebühren für Sonderleistungen, wie zum Beispiel Nutzung der Kreditkarte oder Bearbeitung von Daueraufträgen. Da das kostenlose Girokonto für de Bank relativ hohe Kosten verursacht, versucht das Kreditinstitut durch andere höhere Gebühren oder Zinsen, diese Kosten wieder herein zu bekommen. Aus diesem Grunde sind die Zinsen für die Inanspruchnahme der Dispositionskredite bei kostenlosen Girokonten oft höher, als bei vergleichbaren kostenpflichtigen Angeboten. Der durchschnittliche Zinssatz von Dispositionskrediten liegt je nach Anbieter zwischen 10 und 15 Prozent pro Jahr.

Das man als Kunde insgesamt bei einem gratis Girokonto dennoch höhere Kosten haben kann, als bei einem kostenpflichtigen Girokonto, und zwar in erster Linie durch die Inanspruchnahme des Dispositionskredites, lässt sich gut an folgendem Beispiel verdeutlichen. Kunde A hat ein kostenpflichtiges Girokonto und zahlt Kontoführungsgebühren von 8 Euro pro Monat, also 96 Euro im Jahr. Er hat seinen Dispositionskredit im Durchschnitt mit 5.000 Euro im Jahr in Anspruch genommen, die Kreditzinsen betragen 11 Prozent im Jahr. Somit entstehen für den Kunden Kreditkosten in Höhe von 550 Euro pro Jahr, was zusammen mit den Kontoführungsgebühren eine Jahresbelastung von 646 Euro ergibt. Kunde B hingegen zahlt keine Kontoführungsgebühren, weil er ein gratis Girokonto besitzt. Auch dieser Kunde hat seinen Dispokredit im Durchschnitt mit 5.000 Euro in Anspruch genommen, zahlt allerdings einen Zinssatz von 15 Prozent im Jahr. Somit ergibt sich für Kunde B eine Gesamtjahresbelastung von 750 Euro. Kunde B hat also trotz eines kostenlosen Girokontos eine jährliche Mehrbelastung von über 100 Euro.

An dem obigen Beispiel kann man also erkennen, dass ein kostenloses Girokonto nicht zwingend bedeutet, dass man dadurch weniger Kosten hat, als bei einem kostenpflichtigen Angebot. Von daher sollte man wirklich alle Preise und Kosten rund um das Girokonto beachten, insbesondere, wenn man einen Dispositionskredit in Anspruch nehmen möchte.

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