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Mehr Geld ausgeben als man hat - der gefährliche Trend Schulden zu machen
Mehr Geld auszugeben, als das eigene Budget hergibt, geht heutzutage schnell: Überall wird einem als Kunden die angeblich "bequeme" Ratenzahlung angeboten zur Finanzierung des neuen Autos oder Elektrogerätes. Zudem begünstigt der heute übliche bargeldlose Zahlungsverkehr, dass man schnell den Überblick über die eigene Finanzlage verliert. Doch wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten wie der Verlust des Arbeitsplatzes, eine Scheidung vom Ehepartner oder auch eine längerwierige Krankheit, gerät man schnell in die Schuldenfalle: Die monatlichen Tilgungsraten können nicht mehr gezahlt werden, da sie zusätzlich zu den fixen Lebenshaltungskosten die eigene Finanzkraft übersteigen.



Per Definition wird dann von Überschuldung gesprochen, wenn die zu bezahlenden monatlichen Ausgaben (Lebenshaltungskosten, Zinsen, Rückzahlungsraten) dauerhaft die Einnahmen übersteigen. Wie schnell dies gehen kann, wird anhand des "Schuldenreports 2006" des Bundesverbandes zur Verbraucherpolitik deutlich: Demnach war 2006 jeder 12. Haushalt überschuldet; in Zahlen waren es 3.13 Millionen Menschen, die ihre eingegangenen Verpflichtungen nicht mehr tilgen konnten.

Häufig liegt der Grund für eine Überschuldung in einer erfolglosen Unternehmensgründung. Wer in der Hoffnung auf zukünftige Gewinne einen Kredit aufgenommen hat und dann feststellen muss, dass seine Gründungsidee nicht die gwünschten Früchte trägt, kann schnell in die Miesen geraten.

Frauen leisten häufig Bürgschaften für ihre Ehemänner oder unterschrieben einen Vertrag mit, ohne zu bedenken, dass sie damit im Falle einer Pleite ebenfalls haftbar gemacht werden können. So können sie unverschuldet auf einmal auf einem hohen Schuldenberg sitzen, wenn die Firma des Mannes bankrott geht.

Insgesamt betrachtet sind besonders Familien mit Kindern besonders häufig von Überschuldung betroffen. Gerade junge Eltern haben häufig noch kein allzu hohes Einkommen und sind auch aufgrund evtl. kürzerer Betriebszugehörigkeit schneller kündbar; gleichzeitig müssen sie viele Anschaffungen tätigen. Tritt dann ein unvorhergesehenes Ereignis ein, das dazu führt, dass die monatlichen Einnahmen sinken, so tappen sie schnell in die Schuldenfalle.

Generell ist die Finanzierung "auf Pump" immer ein Risiko, auch wenn Werbeprospekte und geschickte Verkäufer dem Konsumenten etwas anderes suggerieren. Wer einer Ratenzahlung zustimmt oder einen Kredit aufnimmt, sollte daher genau kalkulieren, welche monatlichen Raten er zusätzlich zu seinen sonstigen Ausgaben realistisch leisten kann. Dabei sollte auch bedacht werden, dass durch unvorhergesehene Ereignisse zusätzlicher, zunächst nicht absehbarer Finanzbedarf entstehen kann. Wer bargeldlos zahlt, sollte seine monatlichen Einnahmen und Ausgaben schriftlich festhalten, um den Überblick nicht zu verlieren. Und wenn der Fall der Überschuldung doch eingetreten ist, sollte schleunigst ein Schuldenberater aufgesucht werden. Besser ist es jedoch, erst gar keine oder nur in geringem Umfang Schulden zu machen - so kann man sich manches vielleicht erst später leisten, doch dafür spart man sich die teilweise horrenden Zinsen und entgeht so der Schuldenfalle.

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