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Mit dem Wertpapierkredit in Aktien investieren
Zahlreiche Anleger investieren derzeit in Aktien, was unter anderem auch damit zu tun hat, dass festverzinsliche Geldanlagen teilweise nur noch sehr niedrige Zinsen aufweisen. Es entscheiden sich dabei mittlerweile sogar solche Kunden für ein Aktien-Investment, denen diese Form der Wertpapieranlage bisher eigentlich zu riskant war. Auf der anderen Seite gibt es natürlich zahlreiche Kunden, die schon seit vielen Jahren in Aktien oder ähnliche Wertpapiere investieren. In den meisten Fällen ist es so, dass ein gewisser Geldbetrag zur Verfügung steht, der zum Investment in Aktien genutzt werden kann. Demzufolge investieren die weitaus meisten Kunden ihr Guthaben in Aktienwerte, um das Kapital im besten Fall mit einer sehr guten Rendite zu vermehren.



Mitunter ist das Investment in Wertpapiere aber auch für Anleger interessant, die derzeit keine ausreichenden liquiden Mittel zur Verfügung haben. In solchen Fällen bieten zahlreiche Broker und Banken die Möglichkeit, einen sogenannten Wertpapierkredit aufzunehmen. Es handelt sich hier um ein spezielles Darlehen, welches ausschließlich dazu dient, den Kauf von Aktien oder anderen Wertpapieren zu finanzieren. Der Wertpapierkredit wird immer nur von der Bank bzw. dem Broker vergeben, bei dem der Kunde das Aktiendepot führt. Es ist also bis auf wenige Ausnahmen nicht möglich, beispielsweise bei der Bank A ein Aktiendepot zu führen und von der Bank B einen Wertpapierkredit zu erhalten. Ein wesentliches Merkmal dieser Darlehensart besteht nämlich darin, dass die im Depot befindlichen Aktien bzw. sonstigen Wertpapiere als Sicherheit verpfändet werden. Wer als Anleger also beispielsweise Aktien im Gegenwert von 50.000 Euro im Depot hat, der kann von der Bank einen Wertpapierkredit erhalten. Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass dieses Darlehen ebenfalls in der Summe bis zu 50.000 Euro betragen kann, denn die Banken berechnen nahezu immer einen gewissen Risikoabschlag.

Wie hoch dieser Risikoabschlag ist, hängt insbesondere von der Art des Wertpapiers ab. So kann eine Bundesanleihe sicherlich mit einem deutlich höheren Prozentsatz als Sicherheit dienen, als wenn der Kunde Aktien in Form von Nebenwerten im Depot hat. Die Bewertungssätze kann jede Bank selbst festlegen, wobei diese sich durchschnittlich im Bereich zwischen 50 und 90 Prozent bewegen. Bevor sich Anleger allerdings für einen Wertpapierkredit entscheiden, sollten sie sich des besonderen Risikos bewusst sein. Denn immerhin werden die Aktien in diesem Fall auf Kredit gekauft, sodass etwaige Kursverluste doppelt ärgerlich wären. Zum einen erleidet der Anleger dann nämlich einen Verlust bei seinem Eigenkapital und muss zudem noch Schulden begleichen, die durch den Wertpapierkredit entstanden sind. Darüber hinaus verursacht ein solches Darlehen natürlich zusätzliche Kosten, denn für den Wertpapierkredit muss der Kunde selbstverständlich als Kreditnehmer Zinsen zahlen. Daraus folgt, dass die Rendite aus dem Aktien-Investment noch etwas höher sein muss, um diese zusätzlichen Kosten zumindest auszugleichen.

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