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Mit einem Bankkonto ohne Schufa ist ein Konto auf Guthabenbasis gemeint
Grundsätzlich wird für die Eröffnung eines Girokontos auch die Schufa des Antragstellers eingeholt. Nach offiziellen Schätzungen gibt es in Deutschland fast zwei Millionen Menschen, die kein eigenes Girokonto haben, weil ihnen die Eröffnung verwehrt wird.



Viele Banken lehnen für Kunden, die eine sehr negative Schufa haben, die Eröffnung eines Bankkontos grundsätzlich ab. Es gibt jedoch Ausnahmen, die es zu finden gilt. Einige Banken bieten auch Personen mit negativer Schufa die Möglichkeit ein Girokonto zu eröffnen und dieses, natürlich nur auf Guthabenbasis, zu führen. Das ist wichtig, denn heutzutage erfolgen selbst die Zahlungen des Arbeitsamtes oder des Kindergeldes nur bargeldlos und für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs wird ein Girokonto zwingend vorausgesetzt.

Hoch verschuldeten Personen ist oft schon das bestehende Girokonto gekündigt oder gesperrt worden und viele Gläubiger wollen vom Zahlungseingang, der auf einem Konto eingeht, pfänden. Deshalb haben hoch verschuldete Personen oft nur auf Umwegen ein Konto geführt, das unter dem Namen einer nahestehenden Person lief oder Ähnliches.

Der Besitz eines Girokontos sollte jedoch zu den menschlichen Grundrechten gehören und vonseiten der Bundesregierung ist auch geplant, dass noch in diesem Jahr für verschuldete Personen das sogenannte P-Konto eingeführt wird. Das ist dann ein pfändungsfreies Girokonto, auf dem alle Zahlungseingänge, die sich im Rahmen des Pfändungsfreibetrages bewegen für die Lebenshaltung und die Zahlung von Miete und Strom frei verwendet werden können. Dieses P-Konto verhilft dann verschuldeten Personen zu einem besseren Schutz, denn auf Antrag müssen die Banken dann für eine Einzelperson mindestens 985 Euro freistellen, über die der Kontoinhaber frei verfügen kann und wo er auch nicht nachweisen muss, woher das Geld kommt. Der Pfändungsfreibetrag ist für die Gläubiger tabu. Das P-Konto kann dann auch nicht gesperrt werden.

Nach den bisher geltenden Bestimmungen führt die Pfändung eines Bankkontos dazu, dass es für seinen Inhaber komplett blockiert ist. Die notwendigen Zahlungsgeschäfte im täglichen Leben wie beispielsweise Daueraufträge für die Zahlung der Miete, der Stromkosten und Versicherungen können somit nicht mehr ordnungsgemäß abgewickelt werden. Wer überhaupt Pfändungsschutz erhalten möchte, braucht dazu eine Entscheidung des Gerichtes.

Jetzt ist vorgesehen das diese P-Konten auf Antrag des Kontoführenden eingerichtet werden müssen und auch als solche von der Schufa zu erfassen sind. Im bisherigen Entwurf zur Einführung des P-Kontos wird allerdings davon ausgegangen, dass nur bereits bestehende Konten in ein P-Konto umgewandelt werden können. Die Neueröffnung eines P-Kontos kann durch die Bank verweigert werden.

Wem bisher auch auf Antrag kein Girokonto genehmigt wird, der kann sich auch bei entsprechenden Stellen beschweren, doch oft sind gerade Schuldner in Sachen die mit Finanzen zu tun haben etwas unbeholfen und gehen den Weg des geringsten Widerstandes. Banken lehnen schon oft die Kontoeröffnung ab, wenn sie befürchten müssen, dass der Kontoinhaber, die für die Kontoführung fälligen Gebühren nicht entrichten wird.

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