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Mit einem Forward Darlehen Konditionen mit niedrigen Zinsen sichern
Kreditnehmer, die sich im Rahmen der Baufinanzierung für ein Annuitätendarlehen entschieden haben, vereinbaren mit ihrer Bank eine Zinsbindungszeit, die Durchschnittlich zwischen 5-15 Jahren liegt. Während dieser Zeit bleiben die vereinbarten Kreditraten konstant, der Kreditnehmer kann diese Raten in sein monatliches Budget einrechnen.



Zum Ende der Zinsbindungszeit ist das Darlehen aber in den meisten Fällen noch nicht getilgt, eine Anschlussfinanzierung muss getätigt werden. Meist sendet die bisher finanzierende Bank dem Kreditnehmer daher kurz vor Ablauf der Zinsbindung ein Prolongationsangebot, aus dem die dann geltenden Konditionen sowie die Kreditraten hervorgehen. Befindet sich das Zinsniveau bei der Prolongation über dem damaligen Zinsniveau, werden höhere Zinsen vereinbart, was Einfluss auf die Höhe der Kreditrate bzw. die Kreditlaufzeit haben wird. In jedem Fall steigt jedoch die Gesamtbelastung aus dem Darlehen. Nur wenn das Zinsniveau sinkt, profitiert der Kreditnehmer durch eine kürzere Laufzeit bzw. eine geringere Rate.

Das Zinsniveau zum Ablauf der Zinsbindung kann jedoch nicht vorhergesehen werden, denn die Wirtschaft schwankt stark und die Leitzinsen können sich binnen weniger Wochen verändern. Eine Möglichkeit, das derzeit günstige Zinsniveau für eine lange Zeit zu sichern und bereits im Voraus die Anschlussfinanzierung zu vereinbaren, bieten Forward-Darlehen. Sie stellen normale Annuitätendarlehen dar. Im Unterschied zu ihnen wird das Forward-Darlehen aber nicht bei Vertragsunterzeichnung ausgezahlt, sondern die Auszahlung verschiebt sich bis zum Ende der Zinsbindung des bereits bestehenden Darlehens. Je nach Anbieter kann die Auszahlung bis zu 36 Monate nach der Vertragsunterschrift liegen. So wissen Kreditnehmer bereits heute, mit welcher Rate sie in drei Jahren zu rechnen haben und können hiermit planen. Die Sicherheit, die Kreditnehmer durch das Forward-Darlehen erhalten, muss in Form höherer Zinssätze bezahlt werden. Dieser Zinsaufschlag richtet sich nach der Dauer der Forward-Zeit. Wird der längste Zeitraum gewählt, werden zwischen 0,5-0,7% p.a. aufgeschlagen. Da sich die Konditionen der Kreditinstitute stark unterscheiden, lohnt ein Vergleich, denn einige Banken verzichten bei Aktionen sogar vollständig auf die Berechnung des Zinsaufschlags.

Ob sich ein Forward-Darlehen lohnt oder nicht, kann nicht pauschal beantwortet werden. Grundsätzlich eignet es sich aber für Menschen, denen die Sicherheit der Kreditraten enorm wichtig ist und die von steigenden Zinsen ausgehen. Kreditnehmer hingegen, die ein gleich bleibendes bzw. sogar fallendes Zinsniveau erwarten, sollten besser auf den Ablauf der Zinsbindung warten und zu diesem Zeitpunkt die Angebote vergleichen.

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