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Möglichkeiten einen Bau zu finanzieren
Menschen, die den Bau eines Eigenheims planen, müssen sich in der Regel neben der Grundrißgestaltung sowie der Bauweise und Ausstattung ihres Hauses auch mit den Modalitäten der Finanzierung beschäftigen, denn Eigenkapital ist nur gering vorhanden. Da es zahlreiche Möglichkeiten für die Finanzierung gibt, sollte man sich umfassend informieren, um die individuell passenden Darlehensvarianten zu finden.



Baufinanzierungen werden in Deutschland klassisch über ein Annuitätendarlehen dargestellt. Diese Darlehen weisen eine feste Zeit der Zinsbindung aus, während derer sich die Zinsen nicht verändern können. Dies bringt Darlehensnehmern Planungssicherheit, die vor allem in den ersten Jahren dringend notwendig ist. Erst wenn die Zinsbindungszeit abgelaufen ist, müssen neue Verhandlungen mit der Bank angestrebt werden. Bei Annuitätendarlehen müssen Bauherren allerdings die Details beachten, denn es existieren große Unterschiede zwischen den Banken, nicht nur beim Zinssatz. So gewähren einige Institute ihren Kreditnehmern ein Sondertilgungsrecht von 5%, andere wiederum von 10%. Dieses Recht ist zudem manchmal mit Kosten verbunden, bei anderen Angeboten wird dies allerdings kostenlos eingebaut. Auch die Zeit der Bereitstellung ist für Bauherren sehr wichtig. Sollten sich Bauverzögerungen einstellen, etwa aufgrund der Witterungslage, können die Darlehen eventuell nicht pünktlich abgerufen werden. In diesen Fällen berechnen die Banken Bereitstellungszinsen, die meist um 0,25% pro Monat liegen und somit hohe Kosten verursachen können. Gut ist es dann, wenn ein Annuitätendarlehen mit einer langen Bereitstellungszeit vereinbart wurde, die beispielsweise über ein Jahr reicht.

Eine weitere Möglichkeit, einen Bau zu finanzieren, sind Bauspardarlehen. Idealerweise ist hierzu bereits ein Bausparvertrag vorhanden, der mit der Hälfte der Bausparsumme angespart ist. In diesem Fall ist kurzfristig mit der Zuteilung des Vertrages zu rechnen und das Bauspardarlehen kann in Anspruch genommen werden. Dieses Darlehen ist besonders interessant, denn die Zinsen hierfür vereinbart der Kreditnehmer bereits bei Abschluss des Bausparvertrages, und somit meist etliche Jahre vor der tatsächlichen Nutzung. Weiterhin können Bauspardarlehen von den Kreditnehmern jederzeit sondergetilgt werden, auch die vorzeitige Rückzahlung stellt kein Problem dar. Allerdings sind die monatlichen Raten etwas höher als beim Annuitätendarlehen, denn die maximalen Kreditlaufzeiten betragen zwischen 10-15 Jahren. Annuitätendarlehen hingegen können über bis zu 35 Jahre vereinbart werden.

Kreditnehmer, die noch über keinen Bausparvertrag verfügen, können trotzdem ein Bauspardarlehen nutzen, und zwar über die neuen Konstant-Programme der Bausparkassen. Sie sind eine Kombination aus Bausparvertrag und Vorausdarlehen. In den ersten Jahren errechnet sich die Belastung der Kreditnehmer aus der Sparleistung des Bausparvertrages sowie der Zinsleistung für das Darlehen. Nach Zuteilungsreife des Bausparvertrages jedoch wandelt sich das Vorausdarlehen in das Bauspardarlehen, welches anschließend getilgt wird. Diese Darlehen sind besonders für Menschen interessant, die eine Zinsbindung über die gesamte Darlehenslaufzeit wünschen und die an einer schnellen Tilgung interessiert sind, denn Konstantdarlehen sind in der Regel nach maximal 28 Jahren vollständig getilgt. Wie beim reinen Bauspardarlehen auch sind bei dieser Darlehensart wieder Sondertilgungen und vorzeitige Rückzahlungen nach Erreichen der Zuteilungsreife möglich.

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