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Nebenkosten bei der Baufinanzierung
Wer einen Kredit für die Baufinanzierung sucht, ist meist allein an den zu berechnenden Zinsen interessiert. Diese werden von den Banken oft groß beworben. Bei diesen Zinsen handelt es sich allerdings um die Nominalzinsen, die durch verschiedene Gebühren deutlich erhöht werden können.



Daher sollten sich Kreditsuchende nicht allein auf den Vergleich der Nominalzinsen verlassen, vielmehr sollten sie den effektiven Jahreszins als Vergleichsgröße heranziehen, denn er beinhaltet auch die Bearbeitungsgebühren des Kredits. Der Effektivzins wird jedoch erst bei einem detaillierten Kreditangebot der Banken genannt.

Die Bearbeitungsgebühren sind es jedoch nicht allein, die als Nebenkosten für eine Baufinanzierung eingeplant werden müssen. So berechnen einige Banken noch immer Wertermittlungskosten, die für die Berechnung des Beleihungswertes des Objekts dienen. Zudem werden oftmals auch Gutachter beauftragt, vor allem bei Darlehenssummen über 250.000 Euro, die ebenfalls von den Kreditnehmern zu tragen sind. Diese Kosten gehen grundsätzlich nicht in den effektiven Jahreszins mit ein und müssen daher als versteckte Kosten gelten, denn nicht immer werden sie auf dem Kreditangebot benannt. Gleiches gilt für die Kontoführungsgebühren. Zwar betragen diese meist nur etwa fünf Euro pro Monat, bei einer Darlehenslaufzeit von bis zu 30 Jahren können sich jedoch auch hier hohe Beträge summieren.

Zu den Kosten einer Immobilienfinanzierung gehören weiterhin die Notarkosten für die Grundschuldeintragung, die ebenfalls vom Kreditnehmer zu übernehmen sind. Sie betragen etwa ein Prozent des Kreditbetrages, können von Notar zu Notar aber geringfügig abweichen. Um die Grundschuldbestellung voranzutreiben, erstellen die Banken in der Regel die Grundschuldbestellung, händigen diese dem Kreditnehmer aus, der anschließend den Termin beim Notar vereinbaren muss. Auch die Kosten für die Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch, die direkt vom Grundbuchamt erhoben werden, sollten bedacht werden.

Damit sind die Kosten einer Immobilienfinanzierung aber noch nicht beendet. Kreditnehmer sollten bei der Aufnahme ihres Kredites ebenfalls prüfen, wie lange die Bereitstellungszeit vereinbart ist. So variiert diese zwischen den Instituten von zwei bis zu zwölf Monaten. Wird der Kredit nicht innerhalb dieser Frist abgerufen, weil es zum Beispiel zu Bauverzögerungen gekommen ist, werden pro Monat 0,25% der Darlehenssumme als Bereitstellungszins fällig. Daher sollte die Bereitstellungszeit möglichst lange vereinbart werden.

Weiterhin werden Immobilienkredite, außer bei einem Kauf, nie in einer Summe ausgezahlt. Die Auszahlungen erfolgen vielmehr nach Baufortschritt, der vom Bauleiter bzw. vom Architekten zu bestätigen ist. So möchte die Bank sicher sein, dass das Geld auch wirklich im Objekt verbaut und nicht anderweitig (zum Beispiel für den Kauf eines Sportwagens) genutzt wird. Allerdings verschweigen einige Banken, dass sie für diese Teilauszahlungen Gebühren berechnen. Hier sollte der Darlehensvertrag gut durchgelesen werden, entsprechende Vereinbarungen würden in den Allgemeinen Darlehensbedingungen enthalten sein.

Viele Kreditnehmer legen zudem viel Wert auf eine persönliche, individuelle Beratung, die unabhängig die Konditionen der Anbieter vergleichen kann. Eine solche Beratung ist aber ebenfalls mit Kosten verbunden, denn hierüber finanzieren sich diese freinen Finanzberater. Eine einheitliche Gebühr gibt es hier nicht, das Honorar kann frei vereinbart werden.

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